Sonntag, 30. Juli 2006

Was rattert denn da?

Es gibt aber auch etwas erfreuliches an diesem Tag. Seit ein paar Tagen kann/darf ich im Keller nähen. Wenn ich vorher geahnt hätte wie angenehm das ist, wenn man viel Platz drumherum hat, hätte ich das schon viel früher angegangen. Das schöne ist, ich habe nun zwei große Tische dort stehen (eine Ecke von dem anderen Tisch sieht man rechts am Rand) an denen ich werkeln kann. Vor allem viel Platz zum Zuschneiden zu haben (das habe ich sonst in der Küche am Tisch gemacht, immer so zwischen Essen kochen und Tisch decken!) ist einfach genial. Naja und meine anfänglichen Befürchtungen es könnte dort unten zu kalt werden, konnte ich ja in den letzten Tagen super widerlegen und ich habe ehrlich gesagt die Kühle dort unten genossen. Damit ihr auch einen Eindruck bekommt wie ich mich "bisher" (???) eingerichtet habe, hier auch noch ein Bild dazu:

Einiges der Nähausrüstung steht noch oben, vor allem meine Stoffsammlung. Aber dazu fehlen noch die Regale an der gegenüberliegenden Wand. Dann muss ich noch über gewisse Ordnungssysteme nachdenken, vor allem für die ganzen Bänder und kleinen Garnrollen etc. die sich so ansammeln. Da fehlt mir nämlich immer irgendwie die Übersicht.
Tja, und dann möchte ich ja gerne irgendwann mal meine "olle" Nähmschine gegen eine gute eintauschen. Okay, mit der "ollen" komme ich ja ganz gut zurecht, aber ich denke professioneller könnte es schon gehen. Aber solange ja irgendwelche Ämter immer noch Geld von mir fordern und ich nicht sonderlich was verdiene an den Sachen die ich nähe, sitzt diese Anschaffung einfach nicht dran.

Aber, meine Nähmaschinen sind nicht das einzige Gerät was hier in diesem Raum rattert!

Ich teile mir den Raum mit einem früheren Hobby meines Mannes: Flippergeräte! Zum Glück sah er irgendwann ein, dass man dieses Hobby auf zwei Geräte beschränken muss, wenn man nicht gerade eine 100 m² große Halle zur Verfügung hat. Eines (das jüngere!) davon, haben wir heute zwei Stockwerke runter vom Schlafzimmer (wo es ein dunkles, nicht aufgebautes Dasein fristete!) in den Keller getragen (PUH!).
Dort wurde er dann gleich aufgebaut und von allen in Beschlag genommen. Das Gerät ist schließlich gut gepflegt und funktioniert noch immer wie am ersten Tag. Bei einem Alter von mindestens 30 Jahren nicht selbstverständlich. Es ist ein sogenannter "Ein-Mann-Flipper" mit max. fünfstelliger Anzeige (also nicht bis in die Millionen, wie bei den heutigen Flippergeräten!). Es ist ein rein mechanisches Gerät, d.h. es rattert und klingelt noch so richtig dolle, kein Gepiepe und Gedudel!
Hier seht ihr Julia in Aktion:

Das zweite Schätzchen aus dieser Sammlung (noch älter, Baujahr 1964 oder 1966) wartet noch auf seinen Platz, aber dazu muss erst ein weiterer Kellerraum renoviert werden.

Was ich ganz vergaß, die Geräte funktionieren natürlich mit Münzeinwurf, jedoch braucht man dazu Groschen bzw. D-Mark Stücke. Irgendwo im Haus existieren noch ein paar, nur wo???
Wenn ihr also mal Flippern kommen wollt, bringt bitte entsprechende Münzen mit, okay?

Gruß Uschi (die jetzt noch 'ne Runde flippern geht)

Nichts als Ärger! Oder wird Ehrlichkeit eigentlich bestraft???

So Leute, heut muss ich meinem Ärger einfach mal ein wenig Luft machen, denn in den letzten Tagen habe ich mich über so viele Dinge geärgert, das muss jetzt einfach mal raus!

Erstens: Ich habe ja vor 3 Monaten mein Gewerbe angemeldet, weil ich ja ein ehrlicher Mensch bin und nicht illegal mein Geld verdienen möchte. Das löste allerdings eine wahre Flut von Formularrummel aus. Finanzamt, Krankenkasse, Bafög-Amt (muss mich da regelmäßig von der Rückzahlung meines Darlehens befreien lassen und jede Veränderung melden), IHK und nun auch noch Berufsgenossenschaft. Letzteres ist nun besonders ärgerlich, da man mir sagte die würden sich bei mir melden. Haben sie ja auch getan, allerdings erst nach 2 Monaten und klärten mich darüber auf, dass ich mich von der Beitragspflicht befreien lassen kann, wenn ich max. 100 Arbeitstage tätig bin. Das habe ich natürlich sofort getan, allerdings wird das nicht rückwirkend anerkannt!!! Fazit: 70 Euro für drei Monate latzen! Klasse, im Prinzip also drei Monate für Nix (oder weniger sogar!) gearbeitet!
Dann die Sache mit dem Finanzamt: Jeden Monat die Vorsteueranmeldung, naja man bekommt Routine, aber es frisst natürlich auch Zeit, mal ganz davon abgesehen, dass ich mir nicht sicher bin, ob das alles so stimmt was ich da verzapfe (bes. was den ausländischen Einkauf angeht!?).
Ja und so liegt also permanent mein Schreibtisch voller Formulare und mir vergeht zusehens die Lust an der Selbständigkeit. Aber ich will ja nun mal ehrlich sein und nicht unter der Hand verkaufen!

Zweiter Fall: Im Urlaub ist und 'ne ganz dumme Geschichte passiert. Julia musste, während wir im Schwimmbad des Campingplatzes waren, zur Toilette. Da sie sich alleine noch nicht traut ist mein Mann mitgegangen. So schlossen sie sich also auf der Toilette ein und mein Mann stellte fest, dass das Schloss, nachdem es natürlich verschlossen war, durchdrehte. Die Tür ging also nicht mehr auf! Dummerweise war auch sonst keiner im Gebäude der Hilfe hätte holen können. Also kletterte mein Mann über die Wand um die Tür von außen irgendwie öffnen zu können. Ging auch nicht! Julia (nun ja alleine auf der Toilette) war mittlerweile ziemlich verzweifelt und am weinen. Nun ist die Frage: Hättet ihr eure 4 jhrige Tochter alleine gelassen??? Ich denke nicht, oder? Roland hat dann kurzerhand die Tür einfach aufgestoßen, wobei sie natürlich kaputt ging. So war Julia dann also befreit!
Nun ist mein Mann ja auch ein ehrlicher Mensch und hat den Schaden der Campingplatzleitung gemeldet (obwohl ihn keiner gesehen hatte, als er die Tür beschädigte; man hätte es also auch verheimlichen können!). Die waren nicht gerade erfreut (logisch) und legte uns am nächsten Tag einen Kostenvoranschlag auf den Tisch (ca. 1000 Euro!!!) die wir bitte zahlen sollten. Wir konnten sie erst einmal besänftigen in dem Glauben unsere Haftpflichversicherung (die man ja für solche Fälle hat!!!) würde den Schaden bezahlen. Hier zuhause angekommen haben wir den Schaden dann auch gleich gemeldet, aber dann kam der Brief von der Versicherung: Der Schaden wär absichtlich herbeigeführt worden, sie würden nicht dafür zahlen!!! Da kriegt man doch echt die Wut im Bauch, oder? Hätten wir gesagt Roland wäre ausgerutscht und gegen die Türe gefallen, hätten sie ohne weiteres bezahlt. (soviel also mal wieder zur Ehrlichkeit!) Aber mit dieser Geschichte sind wir noch nicht fertig, da werden wir auf jeden Fall Widerspruch einlegen, da es in meinen Augen kein absichtliches Herbeiführen eines Schadens war, sondern die Rettung unserer verzweifelten Tochter!

Dann gabe es noch weitere Fälle in den letzten Tage wo ich mich mal wieder maßlos aufgeregt habe, weil man mittlerweile wegen alles und jedem zur Kasse gebeten wird, obwohl man irgendwo dafür schon Versicherungbeiträge etc. bezahlt. Es ist wirklich zum k....!

So, das musste nun mal raus und mir geht es nun auch schon besser! Ich denke ihr habt selber unzählige solcher Fälle (vielleicht sogar noch schlimmere), die euch ständig wütend machen, dies waren "nur" zwei von vielen.

Es grüßt Euch

Uschi (die sich nun einen ruhigen Sonntag wünscht, an dem zum Glück ja keine Post mit überraschenden Forderungen kommt!)

Donnerstag, 20. Juli 2006

Zu heiß zum Nähen, aber....

Ja, wir wissen es alle, draußen sind die Temperaturen seit Tagen weit über der 30°C-Marke. Da macht Nähen nicht so wirklich Spaß, alles klebt und jedes Stück Stoff auf dem Schoss ist einem zuviel.
Also schnell morgens was erledigen und in den späten Abendstunden. Nur was macht man in der Zwischenzeit????

Wir haben das Glück, dass unser Auto über eine Klimaanlage verfügt, d.h. dort erreicht man nach ca. 3 minütiger Fahrt angenehme Temperaturen. Nun lassen es jedoch die Benzinpreise leider nicht zu, den ganzen Tag im Auto zu verbringen, aber eine 25 Minuten andauernde Autofahrt zur Mittagszeit erschien mir dann doch zu verlockend, zumal ich mir als Ziel meinen Stoffhändler kurz hinter der Grenze ausgesucht hatte. Ich denke ich treffe auf euer Verständnis?

Ich gebe ja zu, ich habe noch nicht einmal die Stoffe vom letzten Besuch vernäht, aber ich habe einen Kundenauftrag, also mußte (!!!) ich gezwungener Weise (!!!) dorthin. Und siehe da: Alle (!!!) Stoff waren reduziert auf 2,-, 3,- und max. 5 Euro. Und dies ist meine Ausbeute:


Und nun dürft ihr mich bitte alle mal loben, weil ich mich sooo zurückgehalten habe. Der weiße und blaue Stoff rechts sind für den Kundenauftrag, die anderen??? Mal sehen, ich muss meinen Shop mal wieder etwas füllen. Wenn da nicht diese Hitze wäre! Und leider ist mein Nähzimmer im Keller noch nicht fertig.

Obwohl es doch schon recht freundlich aussieht:

Im Vergleich dazu nochmal das Bild vom 22. April:


Alle Wände und die Decke sind neu verputzt, ein neues Fenster ist eingesetzt worden, da beim alten die Scheibe kaputt gegangen war (zum Glück!!!) der Boden, Wände und Decke sind neu gestrichen. Nun fehlt noch die Regalwand (für meine Stoffsammlung!!!) und mein Arbeitstisch. Und ich glaube ein paar Steckdosen wollte mein Mann noch montieren, mal sehen.

Hat vielleicht einer von Euch ein paar gute Tipps zum "Ordnung halten" im Nähzimmer???? Ich wäre da seeeeehhhhhrrr dankbar! ("Aufräumen, du Pappnase!" war soeben der Kommentar meines Mannes, als er mir über die Schulter schaute. Haha, danke für die konstruktive Kritik!)

Es grüßt euch

Uschi (die sich jetzt ans Aufräumen begibt!)

Dienstag, 18. Juli 2006

Das Sommerloch - komme ich da jemals wieder raus???

...oder von Fledermäusen und anderem Getier!

Ja, liebe Leute, da bin ich wieder, zumindest zurück aus dem Urlaub.

Allerdings hat mich das Sommerloch diesmal ganz gewaltig erwischt. Das muss die Folge unseres Urlaubs in Frankreich/ Val de Bonnal sein, denn dort haben wir uns wunderbar entspannen können. Keine Termine, keinen Stress, kein anderes Bier, naja, das leider doch! Aber gut gekühlt, kann man auch französisches Bier ganz gut trinken. Der Ort war wirklich ganz abgelegen und idyllisch:

Die paar Häuser unten links waren so gut wie alles was es in diesem Dorf gab, ansonsten gab es da nur die Seen, den Fluss, Wald und Wiesen, und den Campingplatz. Wenn ihr also mal dem Trubel entfliehen wollt, hier seid ihr gut aufgehoben. Ulkiger Weise hat man sich im Dorf wohl auch auf das Abschalten der Touristen eingestellt, denn die Kirchturmuhr schlug mit angenehmen Klang zur vollen Stunde gleich zweimal, d.h. hatte man beim ersten Läuten nicht mitgezählt was für ein Stündchen einem den geschlagen hatte, so konnte man zwei Minuten später erneut mitzählen (und selbst das haben wir dann oft noch verpasst). So verging also die Zeit viel zu schnell.

Wer selber schon mal auf einem Campingplatz war, der kann wahrscheinlich aus Erfahrung sprechen, dass es dort so mancherlei Getier gibt, erwünschtes und unerwünschtes. Mit von der Partie sind aber immer eine Schar von Vögeln, die sich um die Frühstückskrümel streiten.
In diesem Jahr hatten wir aber ein wirklich dreistes Exemplar erwischt. Und zwar Henry (sprich: onry), seines Zeichens Kohlmeise! Direkt am ersten Tag kam er auf unseren Frühstückstisch (während wir frühstückten!) und spazierte in aller Seelenruhe darauf herum! Am zweiten Tag fraß er aus meiner Hand, am dritten Tag fraß er bereits unsere Brötchen, obwohl sie noch in der Tüte waren, am vierten Tag klaute er sich ein Flips abends aus der Tüte usw. usw. Die Kinder hatten natürlich riesigen Spaß, das könnt ihr euch vorstellen, aber zeitweise war es doch auch etwas lästig. So kam er eines Tages (mal wieder) in den Wohnwagen geflogen (dort kannte er sich ja mittlerweile aus!) beäugte kurz den Tisch,


stibitzte sich ein Stück Frischkäse


und klaute mir zu guter letzt die Butter von Brot!


Ist es denn zu fassen!!! Da soll noch mal einer sagen: Ich ließe mir die Butter nicht von Brot nehmen! HA!

Aber trotzdem hatten wir Henry alle sehr lieb gewonnen und ich hoffe das unsere Nachfolger ihn genauso mochten wie wir.

Nachdem nun der Urlaub vorbei war, stand erst einmal Julias Geburtstag auf dem Plan. Anhand des Fotos dürft ihr dreimal raten was es zum Geburtstag für Julia als Geschenk gab:


Seither spielen Felix und Julia jeden Abend vor dem Schlafengehen "Fledermaus". Ist doch gut zu erkennen, oder?

So, und nun falle ich wieder ins Sommerloch, denn selbst am Compi hier drinnen wird's mir jetzt zu warm!

Demnächst wieder mehr

Uschi


P.S.: Wie verbringt ihr denn so zur Zeit die heißen Tage und vor allem: Was kocht ihr bei den Temperaturen????