Samstag, 25. November 2006

Fortsetzung vom Freitag den 13.10.2006!

Erinnert Ihr euch noch? Ja, genau, Julia hatte an diesem Tag ihr A-Diplom in Holland bestanden. Gestern bekam sie die Zulassung zum B-Diplom und heute war dann das "Afzwemmen" im Morgenbad in Leuth (NL).

Hier eine Übersicht, was Julia heute alles geleistet hat:

Angekleidet schwimmen (Badehose, lange Hose, langärmeliges T-Shirt, Badeschuhe):
  • Vom Startblock springen, dabei einmal ganz untertauchen, anschließend
  • 30 sec. Wassertreten auf der Stelle, gefolgt von
  • 25 m Brustschwimmen, dabei einmal unter ein Floss durchschwimmen
  • 25 m Rückenschwimmen, zum Schluß
  • selbständig aus dem Wasser klettern

In Badekleidung :
  • mit Kopfsprung vom Startblock springen, direkt danach ohne auftauchen
  • durch ein im Wasser hängendes Tuch mit Loch (6 m entfernt) tauchen, auftauchen und direkt
  • 75 m Brustschwimmen, danach
  • 75 m Rückenschwimmen
  • im Anschluss daran Kopfsprung ins Wasser, 10 sec auf dem Bauch treiben, einige Meter Brustschwimmen und nochmal 7 sec. treiben, dann die Bahn zuende schwimmen
  • das gleiche auf dem Rücken, also 10 sec. treiben, einige Meter schwimmen und nochmal 15 sec. treiben, Bahn zuende schwimmen
  • Kopfsprung ins Wasser mit anschließendem 10 m Brustkraulen
  • anschließend 10 m Rückenkraulen
  • vom Rand aus ins Wasser springen, gefolgt von 30 sec. Wassertreten mit Gebrauch der Arme und Beine, und weitere 30 sec. ohne Gebrauch der Arme
Ich habe mal das, was sich geändert hat "fett" markiert, grob gesagt, es ist alles ein wenig schwieriger geworden. Aber Julia hat alles richtig toll gemeistert, und worauf ich so richtig stolz bin ist: Obwohl sie mit die Kleinste war, ist sie bei der Tauchprüfung am weitesten getaucht (10 m!!!) und alle Eltern haben gestaunt wo Julia aufgetaucht ist (sie bekam richtig großen Applaus!)
Hier noch ein paar Foto vom heutigen Tag:

Julia kurz vorm Start


Am Startblock, bereit 50 m mit Klamotten zu schwimmen!


Da taucht sie ab unters Floss!


50 m geschwommen, nun noch Wassertreten!


Hier seht ihr Julia (stehend, die 4. von links), als Kleinste!


Zum Abschluss geht's über diese "Wackelbrücke" ,
um am Ende das Diplom in Empfang zu nehmen!
(nicht so einfach wie es aussieht!)


Stolze Julia, Urkunde und Fisch komplett!
(ausnahmsweise schon bei B-Diplom, weil diese Kinder es zeitlich
leider nicht mehr schaffen in diesem Schwimmbad das C-Diplom zu bestehen!)

Liebe Julia, wir sind mal wieder mächtig stolz auf dich. Es ist schon eine enorme Leistung, die du heute als Fünfjährige vollbracht hast.
Unser Dank gilt auch allen Schwimmlehren (Vincent, Ibo, Kast) vom Morgenbad in Leuth. Leider muss dieses Schwimmbad aus finanziellen und politischen Gründen in ein paar Wochen die Türen schließen. Nach 2 Jahren intensivsten Schwimmtrainings unserer Kinder stimmt mich das nun doch irgendwie traurig, weil dieses Team dort wirklich mit sehr viel Einfühlungsvermögen den Kindern wahnsinnig viel beigebracht hat!
Ich hoffe, dass Felix in den letzten Wochen noch sein C-Diplom dort ablegen kann, drückt mal alle ganz fest die Daumen (es scheitert noch ein wenig am Brustkraulen, da stimmt die Koordination noch nicht so ganz).

Gruß Uschi

P.S.: Falls euch die Bilder zu klein sind, durch Anklicken werden sie ein wenig größer!

Mittwoch, 22. November 2006

Die wollte ich euch nicht vorenthalten...

... unsere diesjährigen Kiga-Fotos vom Fotostudio Bayer (ich denke das ist okay, wenn ich das Studio so namentlich hier erwähne, wegen der Rechte etc.). Sie bieten jedes Jahr verschiedene Variationen an, dieses Jahr waren es sogenannte "Schattenfotos", den Effekt finde ich einfach umwerfend schön:

Unsere Julia!

Unser Felix!

Gruß Uschi (heute mal nur ganz kurz!)

Samstag, 18. November 2006

Ausbeute Arnheim - aber bitte nicht ärgern (oder vielleicht: besser erst gar nicht lesen!)

Wenn ich ehrlich bin, trau' ich mich gar nicht hier meine Ausbeute zu zeigen, aber ich denke einige von euch warten doch darauf und sind schon ganz gespannt. Ich gebe es ja zu, ich habe schon ein schlechtes Gewissen, angesichts der Menge und der Summe (mal wieder!). Geht euch das eigentlich auch so???

Aber nun im einzelnen:


Es sind insgesamt 22,50 m Stoff, einige ältere Roos-Schnitte, 6 Konen Overlockgarn, 34 m Schrägband, 2 schöne Roos-Label die ich noch nicht hatte, eine Strumpfhose für Julia und ein ganzes Röhrchen Knöpfe (eigentlich wollte ich nur 8 Stück habe, aber er hat mir das ganze 3/4 volle Röhrchen für 2,50 angeboten, da hättet ihr doch auch nicht nur 8 Stück für 0,20 Euro/Stück genommen, oder?). Achso, und die Winter BizzKids (hab' ich auf dem Foto vergessen) gab es gratis dazu, praktisch, denn die hatte ich mir noch nicht gekauft (weil ich die Schnitte nicht so toll fand, aber für "umsonst", da sag' ich dann ja auch nicht "Nein!").

Jetzt wollt ihr garantiert gar nicht erst wissen, was ich dafür bezahlt habe, oder doch? Na gut, aber vorher eine kleine Warnung:

Für Schreikrämpfe, Tobsuchtsanfälle oder ähnliches Gebahren bin ich nicht verantwortlich. Für diesbezüglich gefährdete Personen bitte ich erst ab * wieder weiter zu lesen!!!

Also ganz, ganz leise: Für die 22,50 m Stoff, habe ich insgesamt 92 Euro bezahlt (schluck!), der teuerste (mit 9,95 Euro) davon war der lila Boucle mit dem Paisleymuster (Boucle paisley purple) von Bizzkids. Nun könnt ihr euch selber eure Gedanken machen, was die anderen Stoffe so im einzelnen gekostet haben (ich gebe es zu, die günstigsten lagen bei 2,- /m). Ach so, für Schnittmuster, Band, Strumpfhose etc. habe ich dann noch 19,50 bezahlt.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich von der Stoffhalle in Arnheim nicht so angetan war. Sie sieht zwar etwas netter aus als die in Oosterhout, aber das Sortiment war nicht so umfangreich (gut das Kleinsortiment soll in der nächtsten Woche noch kommen!). Ich fand es waren viele "Erwachsenen" Stoffe da (leider viel in schwarz, braun und grau!) und weniger für Kinder. Aber das kann sich ja möglicherweise noch ändern. Da ich aber unbedingt noch braunes Overlockgarn brauchte, habe ich dann auf dem Rückweg noch in Oosterhout gestoppt und dort auch einige Stoffe mitgenommen (der linke Stapel ist aus Oosterhout, der rechte aus Arnheim). Grob geschätzt: In Arnheim gab es im Prinzip alle Stoffe von BizzKids für den halben Preis, den
Butterfly Teddy chilly pepper gab es sogar auch für 9,95. Da habe ich auch lange überlegt, ob ich ihn mitnehmen soll, aber Julia braucht definitiv in diesem Winter keine neue Jacke!!! Naja, und in Oosterhout lagen noch viele "Sommerschätzchen" für 2-3 Euro/m.

* (ab hier dürfen dann wieder alle lesen!) Ja, und was mache ich jetzt mit all diesen Stoffen. Es werden sicher viele Teile für den geplanten Nikolausmarkt daraus entstehen, einige Stöffchen habe ich aber auch für Felix und Julia reserviert und ein paar wenige werden wahrscheinlich erst im nächsten Sommer verarbeitet werden.
Geplant habe ich einige Hosen, zwei bis drei Kleider ein paar Sweatis, vielleicht auch endlich mal eine "Emely-Kombi", mal sehen ich bin da eigentlich noch recht offen.

So, das war mein Tag heute und bitte, bitte nicht böse sein (glaubt mir, manchmal hat es auch Nachteile so grenznah zu wohnen, aber nur manchmal!).

Gruß Uschi

P.S.: Leider konnte keiner von Euch mit, schade, aber vielleicht das nächste Mal!?

Mittwoch, 15. November 2006

Der Kunde ist König! - oder: Ich liebe Herausforderungen!

Alles fing damit an, als ich zu Jahresbeginn meine selbstgenähten Sachen in Julias Kindergarten im Rahmen eines Trödelmarktes zum Verkauf anbot. Die Sachen kamen sehr gut an und auch die Erzieherinnen standen scharenweise um den Stand und begutachteten die Modelle. Nun hatte ich mich also geoutet und endlich war das Geheimnis gelüftet woher Julia ihre außergewöhnlichen Sachen bezieht. Alle Erzieherinnen baten auf dem Laufenden gehalten zu werden. Als ich dann im Mai mit Klasse Kleckse an die Öffentlichkeit ging, war besonders Julias Kindergartenleiterin von der Idee sehr begeistert und angetan. Verwendung hatte sie jedoch leider nicht für die angebotenen Sachen, da ihre Tochter schon weit über das Alter des "benäht werdens" hinaus ist. Aber es sollte noch anders kommen...

So schaute sie also immer mal wieder von Zeit zu Zeit auf meine Seite und fand dort dennoch folgende Kombi , bestehend aus Hermosa und Zuma:

"Die wäre ja schön!" sprach sie mich also vor ein paar Tagen im KIGA an. "Könnte ich die bitte in Gr. 68 haben?"

HA!!!

Nunja, der Kunde ist König, also versprach ich mich in mein Kämmerchen zu verziehen, um zu sehen was sich machen läßt.

UND!?

Es läßt sich machen!
Nachdem ich also gestern den ganzen Mittag gepuzzelt habe ist dieses Hemdchen dabei herausgekommen. Zwar nicht sooo schön wellig wie die große Hermosa, aber irgendwie doch süss!

(zum Größenvergleich, die Fliesen im Hintergrund sind 20x20 cm!)

Nun gehört zu so einem Hemdchen natürlich noch eine Hose, aber keine Zuma, da war ich mir sicher. Denn ich denke die ist für so Kleine einfach noch zu flatterig, daher: Erst mal wachsen lassen!!!
Also habe ich heute morgen noch ganz schnell einen Schnitt aus der Ottobre (Heft 3/2004?) kopiert und eine Minihose passend dazu genäht. Und tada, da ist sie, die Mini-Hermosa-Kombi:

Ich hoffe sie gefällt, ansonsten nehme ich sie in 3 Wochen mit zum Nikolausmarkt und werde sie da zum Verkauf anbieten. Ja, ihr habt richtig gehört, ich gehe zum Nikolausmarkt! Bin schon ganz aufgeregt und muss noch 'ne Menge nähen, aber ich glaube da läuft genau das Richtige Klientel für meine Sachen herum. Und man wird bekannt!!! Hat jemand diesbezüglich schon Erfahrung und kann mir Tipps geben, was am Liebsten gekauft wird??? Das wäre nett!

Gruß Uschi (die in den nächsten Wochen mehr Nähen wird und weniger hier die Zeit vertrödelt!!!)

P.S.: Ganz lieben Gruß und Danke an Nancy, die nichts dagegen hatte, dass ich ihren Schnitt so schrumpfe!!! Wie schön, das es noch "unkomplizierte" Menschen gibt....!?

Montag, 13. November 2006

DER Spruch des Tages....

...kam heute von Julia, als Papa zum Reparieren der Küchenlampe auf die Arbeitsplatte geklettert ist und dort (ich gebe zu, ziemlich verrenkt!) stand:

"Mama, findest du nicht auch, dass Männer manchmal komisch sind?"

Und das aus dem Mund einer Fünfjährigen!!! Ihr könnt euch sicher sehr gut meine Reaktion vorstellen.


Gruß Uschi (die immer noch schmunzeln muss, aber leise, damit mein Mann nicht wieder sauer wird!!!???)

Samstag, 11. November 2006

Weckdiddlmäuse und Weckschlangen! Oder, wie wir mit Traditionen brechen!

Seit einigen Jahren ist es bei uns Tradition, dass wir am St. Martinstag "Weckmänner" backen. Heute ist uns dann dabei bewußt geworden, wie schnell sich Traditionen auch ändern können, zumindest, was die "Weckmänner" angeht. Also, ich will damit sagen der Tradition des Backens sind wir schon gefolgt, aber das Thema haben wir dann ein wenig verfehlt (oder doch nicht?).

So sah es also heute mittag in unserer Küche aus, nachdem der Hefeteig erst einmal vorbereitet war:

Felix beim Formen seines Weckmanns (???)

Julia beim einpinseln ihres Weckmanns(???)

Beide Kinder bekamen ein großes Stück Teig und durften (sollten) daraus Weckmänner formen. Julias Vorstellung von Weckmännern bekamen aber sehr schnell das Aussehen von Diddlmäusen (wieso nur?) und Felix machte es ihr nach und formte dann mit seinem zweiten Stück Teig noch Weckschlangen. Aber immerhin: Alle mit der für Weckmänner typischen Pfeife!

So sahen also die Ergebnisse vor dem Backen aus, nicht gerade so wie ich es mir vorgestellt hatte, aber die Kinder hatten riesigen Spaß und Oma (die auch jedes Jahr mit von der Partie ist hat sich über die Weckdiddlmäuse und -schlangen köstlich amüsiert)

Unten rechts Julias Diddlina mit Schleife!!!
Die drei "gewöhnlichen" Kerle stammen von mir,
wie langweilig sie dagegen aussehen

Unten Felix Diddl und zwei Weckschlangen (die große von Felix, die kleine von Julia)

Nach einer für die Kinder endlos langen Backzeit und Wartezeit (schließlich kommen die Kerlchen ja recht heiß aus dem Ofen war "Schlachtfest"!!!) Ich konnte gerade noch ein Foto von unserem Endergebnis machen, bevor mehr als die Hälfte der Weck-wie-auch-immer-Dinger verputzt waren.


Es war ein richtig gemütlicher Nachmittag, mit köstlichem Duft im Haus (wußtet ihr, dass Weckdiddlmäuse genauso köstlich riechen können wie Weckmänner???) , viel Kinderlachen, einer schönen Spielerunde und zum Schluss noch viel Gebastel mit Papier. Ruckzuck ein Mittag um.
Fazit: Wenig geschafft, aber viel, viel Zeit mit Oma und den Kindern verbracht und, sind wir doch mal ehrlich, der Staub und die Unordnung sind auch morgen noch da, aber die Kinder und Oma???

In diesem Sinne:

Ich wünsch euch einen schönen St. Martinsabend.
Und wenn sich auch Traditionen ändern, den Grundgedanken sollten wir nie vergessen: Füreinander dasein und mit denen teilen, die nicht so viel haben wie wir!


Gruß Uschi (die jetzt zum Abendessen noch schnell Pommes macht, damit die Kinder so richtig glücklich sind für heute!)

P.S.: In 14 Tagen steht dann das traditionelle (????) Weihnachtsplätzchenbacken an. Ohje, schauen wir mal was mich da dieses Jahr erwartet. Gibt es vielleicht irgendwo "Diddlausstechförmchen"???

Donnerstag, 9. November 2006

"Soll ich mir das antun...???"

...war der erste Gedanke, der mir kam, als ich die Anleitung zu dem Schnittmuster von Roos 3017 durchgelesen hatte. Also komplizierter geht es wirklich fast nicht mehr. Aber, der Schnitt stand schon lange auf meiner Liste und nun wollte ich ihn ausprobieren. Eigentlich mehr aus der Not heraus, denn ich wollte ursprünglich noch eine Solana nähen, aber alle Stoffkombinationen die ich dafür heraussuchte reichten nicht mehr aus. Also mußte ein Schnitt mit kleinen Stückchen her. Nun das ist unbestritten der Schnitt Roos 3017, Modell E.
Das hier sind schon 12 Schnittteile, wobei ich auf die seitlichen Taschen inkl. Bänder, sowie die hinteren Taschenklappen bereits verzichtet habe (da ich die Hose aus vielen Resten nähen wollte, hätte ich die Taschen doch eher störend gefunden!).

Nachdem ich also den Schnitt kopiert hatte, stand ich vor meinem Stoffregal und fing an diverse Stoffe zusammenzulegen:

Sieht ja ganz nett aus, aber reicht das auch für die vielen Teile??? Und vor allem in welchem Stoff mache ich welches Teil, was sieht da am besten aus??? So passt es und, so könnte es auch gut aussehen:

Nun geht es ans Zuschneiden: Stoff auffalten, Teile drauflegen ausschneiden, zur Seite legen, Stoff auffalten, Teile drauflegen ausschneiden, zur Seite legen, Stoff auffalten, Teile drauflegen ausschneiden, zur Seite legen, usw. Irgendwann ist es dann soweit und man hat hoffentlich auch wirklich kein Teil vergessen (lieber nochmal unter den Tisch schauen, ob da nicht doch noch ein Teilchen liegt!!!). Nein, alles da!!!

Jaaaa, jetzt geht es los! Das liebe ich an solchen Aktionen - das Zusammennähen! Es ist wirklich schon etwas ganz anderes ob man eine Hose aus einem Stoff näht oder aus ganz vielen verschiedenen. Ständig wächst die Hose ein Stück weiter und man nähert sich dem Ergebnis, das man (hoffentlich???) erwartet hat!? Wenn Vorder- und Hinterbein jeweils ein ganzes Teil ergeben, kommt die nächste entscheidene Frage: Wieviel "Tüddel" verträgt die Hose? Hier sollte es nur dezent ein wenig werden, da die Stoffe ja schon bunt genug sind. Aber trotzdem, der Griff in die Bänderkiste geht oft genug hin-und her, bis die richtige Wahl getroffen ist:

So, nun alle Bänder wie gewünscht aufnähen, vor dem schließen der Innenbeinnaht nochmal schauen, ob alles stimmt und dann nimmt die Hose langsam Form an, ein Bein fertig!

Wenn ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, nähe ich das andere ganz schnell hinterher (leider passiert es mir dann doch recht häufig, das ich die Zeit darüber vergessen: Ach, nur noch eben diese kleine Naht hier, und das auch noch eben, und das ist ja jetzt auch ganz schnell gemacht und uuups, schon wieder Zeit die Kinder abzuholen, ohje!!!!)
Na gut, dann muss der Taillenbund eben bis heute abend warten! Aber das Warten fällt mir schwer, denn ich will doch endlich wissen, wie sie aussieht - die Hose:

So sieht sie von vorne aus!


Und so von hinten!


Und zufrieden? Ja, ich bin's und es hat mal wieder soooo viel Spaß gemacht! An verschiedenen Stellen habe ich dann auch mal ein paar Zierstiche mit meiner "Nixe" ausprobiert - hach macht das Laune, mehr davon! Ich weiß nicht ob man das so auf dem Detailbild hier noch sehen kann (hm ich glaube eher nicht):


Soviel also zur Entstehungsgeschichte eine "Tüddelmixhose", diesmal nach einem Roosschnitt. Übrigens ein kleiner Tipp, für alle, die die Anleitungen von Roos scheuen: Nach dem Kopieren aller Schnittteile das Schnittmuster in die hinterste Ecke pfeffern, nicht beachten, und die Hose so nähen wie jede andere Hose auch! Ich denke, das ist die beste Lösung!!!

Nun gehen meine Hosenstoffe aber wirklich bald zur Neige, da muss was passieren. Aber da war doch noch die neue Stoffhalle, die ganz laut ruft: "USCHI, WO BLEIBST DU???" Ja, ich komme! Wenn noch jemand vom Niederrhein Interesse hat, der möge sich bitte bei mir melden!!!

Gruß Uschi

Sonntag, 5. November 2006

Ein Post "nur" (???) für Elke und ihren Mann!

Vor ein paar Tagen hatte ich euch schon einmal folgendes Bild gezeigt:

Elke bzw. ihr Mann waren danach so aus dem Häuschen, dass ich versprach noch weitere Foto von unseren "Schätzchen" herauszusuchen. Ich habe also den Sonntag damit verbracht in alten Fotoalben zu blättern (hahaha, ist das witzig, wenn man sich da vor 20 Jahren sieht!!!). Eine erlese Auswahl habe ich getroffen und möchte sie euch (speziell Dir liebe Elke und Mann) heute vorstellen:


Damit fing es an: Zwei FIAT 500, einer in blau (KLE-AT 38, unser heutiger weißer!)) und einer in rot (KLE-AT 105). Der blaue gehörte meinem Mann (damals noch Freund), den roten hat er mir liebevoll restauriert (ich war da gerade 18 und hatte erst seit ein paar Wochen den Führerschein, das nenne ich Liebe!). Unsere Leidenschaft, die wir natürlich teilten führte uns dann bald ins Nachbarland Holland, wo es einen Fiat 500 Club gibt. Dort finden in regelmäßigen Abständen Treffen statt, die wir anfangs regelmäßig besuchten (mittlerweile mit 2 Kindern wird das schwierig, die Zeit...ihr kennt das ja). Aber so sieht es dann dort aus:

Irgenwo zwischen 100ten von Fiat 500 lauert immer die Nase unseres blauen "Möppelchens" hervor".

Das so ein Auto nicht nur Alltagsauto sein kann, sondern auch ein Auto mit dem man um die halbe (???) Welt reisen kann beweist dieses Foto:

Das war 1985; wir sind in knapp 14 Tagen von Frankreich, nach Italien (mit kurzem Abstecher nach Monaco), Richtung Schweiz, über Liechtenstein (da gab es leider keinen Aufkleber!) und zum Abschluss nach Österreich (dort hat es nur geregnet!!!) gefahren. Man beachte hier übrigens die geschickte Zusammenfügung des F- und I- Aufklebers in Kombination mit unserem Kennzeichen!!! Jaja, mit 19 Jahren ist man ja noch soooo bescheiden was das Urlaubsgepäck angeht, denn mit an Bord mußte schließlich auch noch Zelt, Schlafsack, Luftmatraze und so manches mehr, was man zum Camping so braucht (aber wie gesagt, die Ansprüche damals - nicht zu vergleichen mit heute!!!).
Aber bereits zu diesem Zeitpunkt war uns klar, es muss ein größeres Auto her. So sollte es sein! Im Sommer 1986 kam dann als Import aus Italien (wir haben ihn allerdings in Holland von einem Clubmitglied gekauft) dieses Gefährt zu uns:

Ein FIAT 500 Kombi oder besser gesagt eine "Gardiniera". Baujahr 1973, ABER!!! Man beachte den Anschlag der Türen! Die sind hinten angeschlagen, d.h. der Türgriff ist vorne, eigentlich gar nicht mal so dumm, denn das Ein- und Aussteigen ist dadurch wesentlich leichter.
Leider fehlte bis heute die Zeit, um dieses Auto von Grund auf zu sanieren. Zunächst kam da unser beider Studium, später dann der Hauskauf (und dessen Renovierung!), tja und irgendwann die Kinder!
Vor den Kindern und den ganzen anderen Dingen, kam jedoch noch unsere Hochzeit. Andere mieten sich eine Hochzeitskutsche oder gar einen RollsRoyce, für uns stand fest, geheiratet wird in der Gardiniera:

Im Juli 1991, (genaues Datum wird hier nicht verraten) gaben wir uns das Ja-Wort bei strahlendem Sommerwetter (so ganz am Rande: Auch zu dieser Zeit habe ich schon gerne genäht, z.B. das Hochzeitskleid!). Gefeiert wurde im Garten meiner Mutter (hier vor ihrem Haus). Wie es sich bei einer Hochzeit gehört haben sich unsere Freunde natürlich im Laufe des abends auch einen kleinen Scherz erlaubt und das Auto komplett mit reisgefüllten Luftballons vollgestopft (hatten die Glück, das wir doch keinen RollsRoyce hatten, sonst wär ihnen sicher bald die Puste ausgegangen!).


Ja, so sieht es aus mit den Hobbys. Viel Zeit bleibt nicht mehr dafür. Der rote FIAT hat mittlerweile auch das zeitliche gesegnet und fand den Weg zum Schrottplatz (snief). Der Abschied fiel jedoch nicht allzu schwer, da dieses Auto uns doch so manches Unglück beschehrt hatte: Mir einen Unfall in Folge einer Kollision mit einem Igel, dem ich versucht hatte auszuweichen. Dabei habe ich mich mit dem Auto komplett auf die Seite gelegt. Das Auto sah danach schlimm aus, aber immerhin: Der Igel hat überlebt und mir ist, welch ein Wunder auch nichts passiert! Jahre später hat mein Mann bei Arbeiten an diesem Auto einen Unfall gehabt (ihm ist ein Stück vom Kompressor mit Wucht ins Auge geflogen) und er büßte dabei auf einem Auge seine Sehfähigkeit zu 100% ein. Das war für uns ein Grund mehr uns von diesem Wagen zu trennen!

Aber die anderen beiden sind auch heute noch unsere treuen Begleiter:


Ja, und wer weiß, die Kinder werden älter und selbständiger. Felix interessiert sich sehr für Technik, ich könnte mir vorstellen, dass er irgendwann mit Papa zusammen dazu kommen wird unsere "Gardiniera" so zu restaurieren, wie es bereits mit unser "Möppelchen" geschehen ist!
Vielleicht zur Silberhochzeit????

So, liebe Elke und Mann (sorry, kenne dich leider nicht namentlich!). Ich hoffe euch (und vielleicht auch so manch anderem "stillen" Leser) hat der kleine Ausflug in die Welt unseres Hobbys gefallen.

Gruß Uschi



Donnerstag, 2. November 2006

Des Rätsels Lösung! oder Was ist drauf, auf der Jacke?

So, ihr lieben treuen Beobachter meines neuesten Projektes. Hier ist sie nun die Auflösung des Rätsels: Was ist drauf auf Felix Jacke?
Nun, das ist zunächst jeweils die Ansicht von vorne, ist ja schließlich eine Wendejacke (Was nicht nur heißt, dass man sich in ihr oder mit ihr wenden kann. Nein, man kann also die Jacke von links auf rechts drehen und umgekehrt)!!!
Und vorne? Na klar, natürlich Taschen in der jeweiligen Kontrastfarbe.

Dann kommen wir also über die jeweilige Seitenansicht.... (auf den Ärmeln sind Felix Initialien und sein Alter 7 und 8, die Jacke soll ja nächstes Jahr auch noch passen!)


...zur Rückenansicht:


Für die ganz Neugierigen unter Euch kommt nun aber auch noch die Großansicht der schleimigen, glitschigen Krabbler, die einen 7-jährigen ja sooo begeistern können:

Ein etwas verschlafener Salamander...

und auf der anderen Seite ein freundlicher Frosch!

So, und nun zu den versprochenen Pleiten und Pannen. Es fing beim Zuschneiden der oliv farbenen Seite schon an. Da ich in letzter Zeit einfach zu viele Pullover genäht habe, habe ich das Vorderteil dummerweise im Stoffbruch (!!!) zugeschnitten (an dieser Stelle einen lieben Gruß an Sabina aus der Schweiz: Siehst du, du bist nicht allein mit diesem Mißgeschick!). So etwas Dummes! Nun war guter Rat teuer. Ignorieren??? Geht nicht, dann passt irgendwann etwas nicht. Neues Vorderteil??? Geht auch nicht, zuwenig Stoff! Also, habe ich dann einen Streifen von ca. 2 cm drangesetzt, ziemliches Gefriemel bei der Weiterverarbeitung, aber sieht nun so aus als wär's so gewollt.
Dann ging es ja eine zeitlang recht gut, bis mir auffiel, dass ich kein Reflektorband mehr hatte (ich hätte schwören können, das da noch was war!). Also erst mal Zwangspause (wißt ihr ja!). Was macht man dann in so einer Pause? Na klar, weitere Applis draufnähen. Also jeweils Zahlen und Buchstaben auf die Ärmel. Dabei habe ich bei dem Ärmel mit dem Volumenvlies das Stickvlies total vergessen (ich habe mich wohl gewundert, das sich die ganze Geschichte so schlecht unter der Nadel fortbewegt!). Naja, Appli sitzt und ist gut geworden.
Als dann das Reflektorband kam ging's endlich weiter mit dem Nähen. Ganz enthusiastisch nähte ich also erstmal die Taschen fertig und dann auf's jeweilige Vorderteil. Leider habe ich erst Stunden später gemerkt, dass ich die gestreiften Taschen auf die gestreifte Seite genäht hatte und andersrum natürlich genauso (wenn schon, denn schon!). Toll!!! Also wieder abtrennen und neu aufnähen. Das war dann der Abend an dem ich auf's härteste mit dem Octopus gekämpft habe!
Ach und dann waren da an der Kapuze noch ein paar Nähte die ich schon zugenäht hatte, obwohl da ja noch ein Reißverschluss zwischen mußte. Das waren so die größten Fehler, die kleinen habe ich hier nun gar nicht erst erwähnt. Aber Ende gut, alles gut!

Felix findet seine Jacke toll und ist heute ganz stolz damit zur Schule gegangen und hat, so wie er mir erzählt hat, gut Reklame gemacht: "Die hat Mama mir genäht!" Mal sehen wie lange er das noch so stolz sagen kann???

Gruß Uschi (die jetzt erst mal die Nase von Jacken voll hat)

P.S.: Silja noch einmal ganz lieben Dank, denn von ihr habe ich den tollen Stoff erstanden! Und für alle die es noch nicht erkannt haben, der Schnitt ist eine Finja mit gerade Seitennähten - in der Form dann auch für Jungs tragbar. Ach und noch etwas, die Vorlagen für Frosch und Salamander stammen ursprünglich aus einer Ottobre. Als ich aber anfing den Salamander abzuzeichnen, fiel mir auf, dass er dort sechs (???!!!) Füsse hat. Meine Biologiekenntnisse diesbezüglich sagten mir aber, dass Salamander, wie die Frösche ja nun auch zu den Amphibien zählen und somit nur vier Füse haben (zumindest die hiesigen hier in unserem Weihergebiet!). Also habe ich ihn dann doch ein wenig geändert: Vier Füsse, lustigere Knubbelzehen und eine lose Zunge aus Filz. Den Frosch habe ich auch ein wenig geändert, aber da stimmte die Anzahl der Füsse.

Mittwoch, 1. November 2006

Sie leuchtet!!! Dann hat sich die Zwangspause ja gelohnt!

Juhuuu, ich habe gesiegt!!! Die Jacke ist fertig!!! Denn, ich muss sagen zwischendurch schien die Jacke eher mich besiegen zu wollen. Sie wurde so unförmig und dann mußte ich noch einiges auftrennen (dazu später mehr!), neu aufnähen (auch dazu später mehr!) etc., aber ich glaube bei einem Werk von diesem Umfang ist das mehr als normal.
Nun, jetzt wollte ich sie euch natürlich liebend gerne auch präsentieren, aber die fortgeschrittene Zeit läßt leider keine Bilder mehr im Freien zu und im Wohnzimmer bei künstlichem Licht bekomme ich leider nur solche Fotos zustande (wenn ich sie denn mal geladen bekomme, grmph!!! Weiß einer von euch warum das im Moment so eine Prozedur ist???):


Wie schon erwähnt: Sie leuchtet - unverkennbar, ansonsten recht wenig erkennbar. Ihr müßt also bis morgen warten. Ich hoffe das Wetter spielt ein wenig mit und ich kann dann Fotos draussen bei Sonnenschein machen. Felix fand das Bild natürlich klasse: "Boah, die leuchtet aber!"

Morgen gibt es dann auch die Pleiten und Pannen zu dieser Jacke (jaja, die gibt es!) und mehr Detailbilder. Ich hoffe die Jacke übersteht den morgigen Schulalltag!?


Gruß Uschi (die jetzt mal überlegt aus welchen Stoffen sie am besten eine Solana näht)