Donnerstag, 25. Oktober 2007

Böses Omen, oder doch zuviel des Guten???

Heute habe ich mir endlich mal die Zeit genommen, um die ausgedruckten Farbvorlagen meiner Stickmuster aus einem zu klein gewordenen Schnellhefter in einen "gescheiten" Ordner zu sortieren. Alles schön geordnet nach Stickmustern von Jeanette, Sonja und anderen Anbietern.
Hach, was war ich stolz: Da stand er nun, mein schöner neuer Ordner zu meinen Füssen. Beim anschließenden Stickmarathon (brauchte ein paar Stickies für einige Mützen), wurde er rege benutzt.

Aber was ist DAS? Bereits beim zweiten Griff zum Ordner hingen die Folien schräg nach unten heraus. Was war das? Nun, beim Aufschlagen bot sich mir folgendes Bild:

Soll mir das nun zu denken geben? KEINE weiteren Stickmuster mehr??? Ein böses Omen??? Oder brauche ich nur eine andere Art der Aufbewahrung????? Fragen über Fragen!!!!

Aber es gibt auch Positives zu berichten:

Teil 10 und 11 meines Auftrages wurden fertiggestellt. Eine Hose nach Roos 2097 und ein Nickypulli mit Zackenabschluss. Beide Teile haben mich mehr Zeit gekostet als gedacht. Bei der Hose war das Problem, dass Gr. 128 zu kurz, 140 jedoch zu lang war. Also musste ich irgendwo dazwischen längenmäßig auskommen. Da Gr. 128 von der Weite okay war, musste ich "nur" die Länge anpassen; bei einem Bogensaum mal nicht eben schnell gemacht!!! Mal abgesehen davon, dass man ja mittlerweile von den übersichtlichen Farbenmix Schnittmustern ganz schön verwöhnt ist!

Dann nahm ich mir das Zackenshirt vor. Ohje, was hatte ich da nur versprochen. Grundschnitt ist Hannel mit viel Rechnerei und Zeichnerei am Saum. Aber das war eigentlich nicht das Schlimmste. Viel schwierger war es den Beleg mit den insgesamt 20 Zacken an den Saum zu bekommen. Ihr ahnt ja gar nicht wie sich so Zacken aus Nicky einrollen können!!! Nachdem jede Zacke mit drei Stecknadeln fixiert war ging es aber so einigermaßen. 100 %ig zufrieden bin ich nicht, aber zu ändern ist es nu mal nicht mehr, der Stoff ist nämlich alle!


Naja, auf dem Foto sieht es ganz passabel aus. Ich überlege noch, ob ich auf das Shirt 'was draufsticken soll, aber ich glaube ich lass es lieber so, dann kann man es auch zu anderen Sachen noch prima kombinieren.

Morgen werde ich dann mal meine Kundin anrufen und sie vor die vollendeten Tatsachen stellen. Ich glaube, sie weiß gar nicht mehr so genau, was sie alles bei mir bestellt hat?!

So, und nun kann ich mich voll und ganz den Vorbereitungen für den diesjährigen Nikolausmarkt widmen. Im Vergleich zum letzten Jahr habe ich dazu gelernt. Erstens stehe ich zwei Tage nicht ganz alleine da, denn Sabine ist diesmal mit von der Partie und wir werden sicher viel Spaß haben und ganz viel Zeit um mehr übereinander zu erfahren!
Und dann habe ich mein Konzept ein wenig verändert: Lieber mehr Kleinkram bis 20 Euro, als ein paar nette große Sachen, denn so kleiner Schnickschnack geht immer! Hoffe ich!!!
Und wenn dann für die großen Sachen die ein oder andere Oma tief in Portemonnaie (wie schreibt man das nu wieder, seit der Rechtschreibreform???) greift, umso besser!!!

Gruß Uschi (die dann ab heute ganz viel kleine Dinge produziert!!!)

Freitag, 19. Oktober 2007

Geschicktes Marketing!?

Ende September fragte meine Freundin mich, ob ich für ihre Tochter zur Taufe ein schönes Kleid nähen könnte. Klar, kann ich! Also stimmten wir einen Termin ab, um gemeinsam nach Oosterhout (NL) zu fahren, um Stoff auszusuchen. Ich fragte meine Freundin, ob denn ihre Nachbarin (meine beste Kundin!!!) nicht auch evtl. mal wieder mitfahren möchte, sie könne ja mal nachfragen. Erst wollte sie nicht, aber dann hat sie doch zugesagt.
Sinnvollerweise packte ich gleich ein paar interessante Schnittmuster ein, damit meine Kundin schon mal schauen kann, was ich für ihre Tochter nähen soll. Die Fahrtzeit nutzte sie auch intensiv und studierte eingehen alle mitgebrachten Schnittmuster.
Im Stoffgeschäft angekommen, suchte ich mit meiner Freundin erst einmal die Stoffe für das Taufkleid zusammen aus.

Hier das Taufkleid, festlich, aber auch noch danach zu tragen!

In der Zwischenzeit konnte sich meine Kundin in aller Ruhe Stoffe aussuchen, die ihr gefallen würden. Naja, und da es da ja vor schönen Stoffen nur so wimmelt (Insider wissen wovon ich spreche), war ihre Wahl nicht gerade klein. So hat es sich also ergeben, dass ich neben dem Taufkleid noch eine 7-teilige Herbst-Winter-Kollektion für die Nachbarin meiner Freundin nähen durfte. Angefangen habe ich damit:

Toller Poncho in schönen Herbstfarben!



Weiter ging es dann hiermit:

Dreiteiler aus Pia (ohne Kapuze, mit Belegen an den Schnittkanten), Quiara und Kleid, gemixt aus Oona und Bizzkids.


Von vorne...


...von hinten...


...und ohne Weste!


Pia von vorne...


und von hinten mit der tollen Krone!

Als meine Freundin dann noch einen wunderschönen Kuschelstoff für eine Bea ausgesucht hatte, kam sie in Zugzwang und wollte so etwas kuscheliges auch für ihre Tochter. So kam also dieses Teil auch noch hinzu (fällt zwar farblich etwas aus dem Rahmen, aber es gehört eben zum Auftrag dazu):


Zum guten Schluss meinte meine Kundin dann noch zu ihrer Nachbarin: "Hey, willst du dir nicht noch eine passende Hose zu dem Kuschelpulli nähen lassen?" Ihr ahnt nicht, was sie geantwortet hat, was?


Was nun noch fehlt sind eine Hose und ein Zipfelpulli aus Nicky.

So, wurde also aus einem Taufkleid ein Auftrag mit insgesamt 11 Teilen (denn zum Taufkleid kam dann noch ein passendes Shirt dazu...Foto? Leider vergessen!).

Wenn ich nun bedenke, dass ich ursprünglich nur ein Kleid nähen sollte, so kann ich wohl zu recht behaupten: Ich habe geschicktes Marketing betrieben, oder? Vielleicht sollte ich den Beruf wechseln?

Hach, manchmal kann das Leben so schön sein, vor allem weil es allesamt super schöne Stoffe waren, die sich einfach auch klasse verarbeiten ließen.

So, ich geh' dann mal wieder an die Arbeit (deshalb ist es auch so ruhig hier seit ein paar Tagen!)....

Gruß Uschi

Dienstag, 9. Oktober 2007

Kaufrausch!

Die MUSSTE ich einfach haben!


Ich hoffe Julia gefallen und passen sie auch!

Gruß Uschi

Dienstag, 2. Oktober 2007

Groß und klein- diesmal BEIDE 'rein!!!

Da lag er nun, der schöne Kringelblümchenstoff. Bereits im Frühjahr gekauft, weil eben einfach nur super schön anzusehen. Ich wage zu behaupten: Das war Liebe auf den ersten Blick!

Aber immer nur ansehen? Nein, das war nicht seine Bestimmung. Okay, seine eigentliche Bestimmung (nämlich bereits im Sommer verarbeitet zu werden) hat er nun zwar ein wenig verpasst, aber dafür gibt es nun bei uns den "Sommer" (franz. Été!!!) auch im Winter und dafür aber auch gleich zweimal. Denn ich hatte ja im Frühjahr wohlweislich gleich 3 m besorgt.
Auch der Schnitt war schon seit Mai auserkoren, mehr durch Zufall beim Durchblättern der Knipmode beim Zeitschriftenhändler. Dort stand für mich fest: Dieser Jackenschnitt ist DER Uschi-Jackenschnitt schlechthin. UND: ach wie nett, den gibt es praktischerweise gleich auch in Kindergröße??? Also, nicht zögern, sondern kaufen!
Nun aber nochmal zurück zur eigentlichen Bestimmung: Aus diesem Stoff sollte eigentlich eine Sommerjacke entstehen. Aber immer kam etwas dazwischen und eigentlich brauche ich im Sommer auch so gut wie nie eine richtige "feste" Jacke, da ich mir meist nur eine Fleecejacke überwerfe, das reicht mir dann. So lag das Stöffchen also, bis ich letztens den super flauschig weichen kuscheligen tollen türkisen Microfur (-fun? Nee, "Fun" lieber nicht, denn Fun kommt bei der Verarbeitung weiß Gott nicht auf!) fand. Wieder Liebe auf den ersten Blick und sofort stand fest: Du, liebes Stöffchen wirst mein Futterstoff (zumindest für Vorder-und Rückenteil) für meine Été-Jacke!
So hatte ich nun eigentlich alles zusammen: Schnitt, Außenstoff und Futter. Und alles lag schon schön parat auf meinen restlichen Stoffhaufen u.a. auch auf dem tollen, lang gestreichelten BizzKids Boucle. Hm, davon könnte man ja ein Stückchen für die Kapuze opfern, denn die Farbkombination erschien mir doch zu schön. Ich finde es immer wieder lustig wie sich in meinem Stoffkeller, die Stoffe so zusammenfinden, fast wie von selbst (man muss nur genügend übereinander stapeln!!!).
Jetzt aber: Alle Stoffe zusammen, "nur" noch ein paar Stickies überlegen, hier und da ein paar Bänder zusammensuchen und auf ging es zu unserem Nähmarathon.
Dort entstand schon fast bis zur Vollendung meine Jacke (ihr durftet ja schon ein wenig lauern!). Julias Jacke (hach ist die winzig, wenn man so etwas erst in groß genäht hat!) war dann in mehreren Anläufen in der letzten Woche dran. Aber glaubt bloß nicht, die wäre schneller fertig gewesen, weil eben kleiner. Neenee!!! Kleiner heißt auch in vielen Dingen kniffliger und ständig musste ich dann auch noch schauen, wie ich es bei meiner gemacht hatte, denn bis auf gewisse Details sollten sie fast identisch werden. Und:

Here, we proudly present:

Unsere beiden neuen Winterjacken!


Julias Jacke von vorne!


Meine Jacke von vorne!


Julias Jacke hinten!


Meine Jacke hinten!


Hier ein Blick auf ein paar kleine Details!


Und ein Blick ins Innenleben!
Die Ärmel sind nur mit BW-Stoff gefüttert.
Die Jacke zusätzlich aber noch mit 1 cm Volumenvlies.

Und? Wieviel Unterschiede habt ihr in den "Suchbildern" gefunden? Ich weiß es selber gar nicht so genau.

Nun bin ich auf die Reaktionen gespannt, wenn Julia und ich in unseren Jacken daher kommen. Ich gestehe, ich habe lange gegrübelt, ob ich das machen soll. Passt so eine bunte Jacke überhaupt zu mir? (bin ja schließlich schon über 40 und wenn man dem Stoffangebot für diese Altersgruppe Glauben schenken darf, muss man wohl eher in schwarz, grau, braun, allenfalls noch in olive herumlaufen!). Aber ICH finde diese frischen Farben nun mal schöner (mal ganz davon abgesehen, dass Winterjacken aus Sicherheitsgründen sowieso besser hell sein sollten!). Also drüber stehen und tragen und nun, wo sie fertig ist, gefällt sie mir auch sehr gut und ich denke auch: Sie passt zu mir, und zu Julia sowieso!!!

So, und nu is' Ende hier, ihr ward ja geduldig genug!

Gruß Uschi