... geht nicht immer konform mit dem Ferienbeginn in NRW. So kündigte Nic
hier ihren wunderschönen Sommer-Sonne-Urlaubs Tunika Schnitt Undine an, mit Erscheinungsdatum 20. Juni!
Ja, weiß denn da oben im Norden keiner, das hier die Ferien bereits am 26. 6 beginnen!!!
Da wollte ich doch glatt schon unseren Urlaub stornieren um in den Genuß eines tollen Schnittmusters zu kommen, da kam die rettende Mail von Nic: Uschi hast du evtl. Zeit die Tunika probezunähen?
Zeit hatte ich zwar keine, müssen doch diverse Sachen vor dem Urlaub noch abgearbeitet werden, aber das war ein Angebot, dass konnte ich unmöglich ausschlagen! Also Urlaub doch nicht storniert (vielleicht nun ein klein wenig unorganisierter als sonst!) und schnell geschaut was das Regal so an Stöffchen zu bieten hat. Dieses oder jenes, huch, wieviel braucht man denn eigentlich? Ohje, zu wenig....Damit nahm die "Wandlung" des Pimpinellaschen Schnittmusters ihren Lauf und ohne zu wissen wohin sie mich führt bin ich ihr mehr oder weniger blind gefolgt.
Hä, was soll das denn nun schon wieder heißen? Also Klartext: Für die Tunika in Gr. L braucht man 1,45 m Stoff. Von dem mir gut erscheinenden Patchstoff hatte ich aber nur 1 m!!! Also, so war mein erster Gedanke, teile ich den Schnitt unterhalb der Brust, da wo der Zierstreifen aufgesetzt wird und nehme für oben 'rum einen anderen. Könnte ja ganz nett auch aussehen. Dazu wählte ich dann den blauen Nopstoff aus der letzten Saison. Soweit so gut. Schnitt kopiert, Stoffe bereit gelegt, da fiel mir auf: "Oh, du hast ja noch gar keinen Stoff für den Zierstreifen ausgesucht!" Also ein erneuter Blick ins Stoffregal, da fand sich noch ein Rest grüner Nopstoff. So lagen sie nun da die drei Stöffchen und ich hatte die Schere auch eigentlich schon zu Hand, da flüstertete mir so ein Stimmchen ins Ohr: "Hey, Uschi, der grüne Stoff könnte für oben 'rum auch ganz nett aussehen!" "Hm, Stimmchen, ja da könntest du recht haben!" antwortete ich und begab mich, bewaffnet mit den drei Stoffen eine Etage höher vor den Spiegel. Dort warf ich mir also den grünen Nopstoff über die eine Schulter, den blauen Nopstoff über die andere Schulter und hielt mir den Patchstoff vor den Bauch. Was dann geschah könnt ihr vielleicht nachvollziehen wenn ich euch folgendes Bild zeige:

Sieht einfach nur gut aus, die Kombination, und wenn ich beide nehme brauche ich mich weiter nicht entscheiden. Nur wie, das war zunächst die Frage. Anfangs ging ich dem Gedanken nach das obere Vorderteil in der Mitte zu teilen, aber dann kam mir die Idee, man könnte das Ganze ja auch schräg auslaufen lassen und mehr so gewickelt aussehen lassen. Ja, das war es, das gefiel mir gut!
Also den Schnitt nochmal vorgeknöpft: Das Vorderteil hatte ich ja schon unterhalb des Streifens zerteilt, nun hieß es also den oberen Teil einfach um eine Ecke nach rechts und links zu erweitern, und beim Nähen übereinanderzulegen.
Bis dahin war ich ja noch in dem Glauben, ich würde das Rückenteil komplett lassen und aus dem Patchstoff nähen, aber wie sich einigen Minuten später herausstellte bekam ich trotz mehrfachem Hin- und Herschieben der Schnittteile kein komplettes Rückenteil und zwei Ärmel aus 1 m Stoff, grrr. Was nun? Na, wenn schon denn schon! Also Rückenteil auch geteilt und im Farbversatz zugeschnitten.
Achso, ihr fragt euch, was aus dem Zierstreifen wurde, dafür fand sich noch ein dezent mintfarbenes Stöffchen, welches zusätzlich noch mit olivgrüner Borte bestückt wurde. Ein Gedanke war mir jedoch schon von Anfang an gekommen, und zwar, den Zierstreifen als Tunnel auf das Vorderteil aufzunähen und ein Bindeband komplett dadurch zu ziehen, so habe ich die Möglichkeit die Weite der Tunika nicht nur nach hinten zu regulieren, sondern auch auf Wunsch vorne ein wenig (ACHTUNG: nicht zuviel, könnte "schwanger" wirken;-)) zu raffen.
Ja, so kann es einem gehen, wenn man mir sagt: "Uschi hast du evtl. Zeit für's Probenähen?" Manchmal verselbständigen sich die Dinge hier im Haus (nur die Dinge von denen ich mir wünsche sie würden sich verstelbständigen wie z.B. "Bügelwäsche", das wird nie etwas!!!).
Achso, übrigens: Undine ist super schnell genäht und wenn man sie so näht, wie es das Schnittmuster
eigentlich vorgibt, geht es vermutlich turbo super schnell, ich wage mal fast zu behaupten, sogar so schnell, dass auch wir hier in NRW vom 20. Juni bis zum Ferienbeginn so einige Undines vorzuweisen haben....
So, nu' zeig aber doch ma' die Bilda! Nee, auch das geht nicht ohne noch
kurz 'was dazu zu sagen. Die Fotosession hat nämlich Felix mit mir gemacht, und ich hab' mich schlapp gelacht, weil er mir genau die gleichen Kommandos zugerufen hat, wie ich es bei den Kindern immer mache. "Mama, nun dreh' dich mal so, nein anders, so 'rum. Nun steh' doch mal gerade. Ja, so ist gut! Jetzt noch mal da oben....und ja, das mit den Blättern das ist gut, mach das nochmal...und jetzt bitte noch mal von hinten!"
Ich musste mich so zusammen reißen, daher verzeiht mir bitte so manch komischen Gesichtsausdruck!!!






Gruß Uschi (sorry, ging mal wieder nicht kürzer!)
P.S.: Oh, und fast vergessen: DANKE für all eure Kompliment zur Jacke von Felix!!! Er ist damit heute mogen ganz stolz zur Schule gestiefelt.