Samstag, 29. November 2008

Alle Jahre wieder....

oder "Same precedure as every year!"

Ich glaube nach zwei Jahren brauche ich nicht mehr viel sagen:

Der Teig ist der gleich, der Fleischwolf ist der gleiche, die Küche unaufgräumt wie jedes Jahr, die Oma/Mutter auch (immer noch) mit von der Partie (diesmal jedoch schon 81 Jahre!!!), nur die Kinder, die sind ein gutes Stück gewachsen.

Wie gestern schon angekündigt: Heute wurden Plätzchen gebacken!


Oh, ich stelle gerade fest, in diesem Jahr habe ich gar kein Foto von den fertigen Keksen gemacht. Aber keine Sorge es ist nicht so, dass sie nicht gelungen wären! Ich habe einfach nicht dran gedacht und außerdem: Auch DIE sehen aus wie in den Jahren zuvor!!!
UND sie SCHMECKEN so wie in all den Jahren zuvor, denn diese Kekse werden schon, ach ich weiß gar nicht wie lange, bei uns in der Familie gebacken und es sind und bleiben die BESTEN!!!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen morgen einen wunderschönen, gemütlichen 1. Advent mit viel Kerzenschein, leckeren Keksen, naja und diesem hier natürlich!!!

Gruß Uschi

Freitag, 28. November 2008

Für morgen gut gerüstet!

So, der Teig aus insgesamt 1,5 kg Mehl ist fertig und muss nun kühl stehen, bis morgen das traditionelle Plätzchen backen beginnt!


Nun gilt es diese Schüssel tapfer gegen die naschende Meute zu verteidigen!
Aber sind wir doch mal ehrlich, früher war für uns beim Plätzchen backen das Teignaschen doch auch am schönsten, oder? Schmeckt ihr noch die Butter und spürt ihr das Knirschen des Zuckers zwischen den Zähnen, mmmhhhhhh....(okay, ich hab' grad auch schon genascht...)

Gruß Uschi

Donnerstag, 27. November 2008

Naja!?

Gerade mit den Kindern beim Kieferorthopäden hatte ich Gelegenheit einige Seiten einer bekannten deutschen Frauenzeitschrift (nicht die "gute Bekannte", sondern die mit den beiden "t") zu blättern. Nach 20 Seiten wusste ich ganz genau, warum diese Zeitschrift in unserem Haus völlig fehl am Platze ist.

Da wird von super schlanken Modells herrliche Mode präsentiert. Auf Seite 18 dann ein Strickschal mit, zugegebenermaßen interessantem, Zopfmuster, aus edlem Cashmere für, na, was denkt ihr? 500 Euro!!!
Zwei Seiten weiter dann der passende Mantel in wollweiß (hah, man stelle sich das mal vor, schmuddeliges Niederrheinwetter und zwei Kinder an den Haken - und dann wollweiß!?) für 1.500 Euro!!!

Sorry, aber das geht in meinen Augen kolossal an der Realität vorbei. Nicht, dass da bei mir auch nur ein Hauch von Neid aufkommen würde, nee, da regt sich bei mir überghaupt nicht das Verlangen nach: "DAS WILL ICH HABEN!" Ich frage mich da nur, für WEN sind diese Präsentationen dann gemacht. Wird die ".....tt." nur von den oberen Zehntausend gelesen??? Ich bekomme den Eindruck...

Zum Glück kam Felix dann sehr schnell dran und ich bin mit dem Blättern nicht über Seite 20 hinausgekommen. Wer weiß, was ich da noch alles entdeckt hätte, was ich auf meine Weihnachtswunschliste hätte schreiben können;-)

Gruß Uschi (die jetzt erst mal auf den Boden der Tatsachen zurückkommen muss!)

P.S.: Vielleicht hätte ich mir den Schal jedoch genauer anschauen sollen, denn das Muster war wirklich raffiniert.....vielleicht war's ja dafür gedacht????

Dienstag, 25. November 2008

Neuigkeiten vom Niederrhein....

Es gibt zwei gute Neuigkeiten vom Niederrhein:

1. Der Benzinpreis für Superbenzin liegt momentan bei 1,17Euro/L. Ich finde das soll an dieser Stelle mal lobend erwähnt werden, lag er doch vor ein paar Wochen noch bei 1,45 Euro!!! Da macht das Tanken doch gleich mal wieder Spaß. Und weil es mir dann auch leichter fällt mal ein klein wenig weiter weg einkaufen zu fahren kommt hier gleich die zweite Neuigkeit:

2. Ich war gerade in Groesbeek und habe bei Hema reingeschaut. Da sah ich doch 'was nettes für eure Nikolausstiefel im Regal blitzen:



Ein netter Nachschub an witzigen Fliepie-Socken! Ich habe von jeder Größe (23/26 alle weg; 27/30alle weg; 31/34 alle weg) je zwei Paar mitgebracht. Wer also noch welche haben möchte, zieht bitte eine Bedienungsmarke bei Klasse-Kleckse. Pro Paar hätte ich gerne 5 Euro, plus 1,45 Euro für Versand. Wir haben die Socken hier mittlerweile im Dauertest und Julia lieb sie heiß und innig und sie sind von wirklich guter Qualität!

Gruß Uschi

Der Countdown läuft....

In knapp zwei Wochen steht dieses alljährliche Spektakel wieder an. Mittlerweile ist der Druck groß genug, so dass ich entsprechend mit meinem Pensum voran komme. Das heißt die versprochenen Taschen in klein sind nun auch endlich fertig!


Wie auch bei den Großen hier nochmal alle Taschen im Einzelnen:


Na, und was glaubt ihr ist mein Favorit, wenn ich mich denn überhaupt für nur eine entscheiden müsste? Muss ich ja zum Glück nicht, sondern nur die hoffentlich zahlreichen Käufer.
Da man aber nicht den ganzen Tag Taschen produzieren kann, habe ich mich zwischenzeitlich noch hiermit befasst:


Weiß eigentlich irgend jemand ganz genau, wie viele unterschiedliche Bänder es bei Farbenmix gibt (Sabine und ihr Team jetzt mal nicht gefragt!)? Mir kommt es momentan so vor, als wären es unendlich viele (okay, auf dem Brett sind auch ein paar andere, aber auch noch längst nicht alle von Farbenmix!). Immer wieder greife ich in meine Bänderbox und stelle fest, dass ich immer noch ein Band vergessen habe.

So, nun muss ich nur noch Stulpen, Klammerbeutel, Kosmetiktäschchen, Stiftemäppchen, Spiegel....oh, Moment, mein Tisch ist in diesem Jahr nur 0,70 m x 1,00 m! Naja, dann muss ich wohl ein wenig in die Höhe bauen!

Ich mach' dann mal!

Gruß Uschi

P.S.: Soll ich euch 'was sagen: Ich bin froh, wenn ich danach mal wieder war richtig ordentliches zum Anziehen nähen kann!

Freitag, 21. November 2008

Also ich habe GESCHICHTE nie gemocht!

Aber wenn ihr unbedingt wollt und man hier und hier überall so nett um eine Geschichte gebeten wird, ja, dann werde ich euch natürlich auch mit meiner Nähgeschichte langweilen (oder etwa doch nicht?). Aber KURZ is' nicht!


Also angefangen hat alles hiermit:


Auf diesem guten alten Schätzchen habe ich angefangen nähen zu lernen. Meine Mutter gab mir ein Stück Papier erst mal mit geraden Linien, später dann mit Kurven, viel später malte ich mir ganze Labyrinthe auf's Blatt. Dies alles habe ich sorgsam nachgenäht.
Irgendwann habe ich mich dann auch an das Nähen von Stoff getraut. Meine Künste beschränkten sich in diesen Jahren allerdings mehr auf das Flicken meiner heißgeliebten Jeanshosen. Man bedenke ich bin Jahrgang 66 und ich bekam mit ca. 10 Jahren meine erste echte Jeanshose (Boah!), die war natürlich heilig und wurde häufig getragen. Irgendwann hatte sie aber ein Loch, welches meine Mutter noch sorgsam geflickt hat, dann ein weiteres welches sie auch noch flickte, nur irgendwann nahm die Zahl der Flicken so rasant zu bis es dann hieß: "Das ist nur noch ein Fetzen, den flicke ich nicht mehr!" Also musste ich selbst an die Arbeit (weiß Gott keine schöne!). Ich glaube ich konnte nachher im Schlaf die Seitennaht auftrennen und einen weiteren Flicken aufbringen.
Nun, irgendwann passte die Hose nicht mehr und fiel auch wirklich auseinander, aber es gab' Nachfolgemodelle...

Wie einige von euch sicher noch in Erinnerung haben, war ich ja auf einem reinen Mädchengymnasium (ohje!) und klar, da war der Unterricht natürlich auch von Handarbeit geprägt. In den ersten Jahren lernte man Häkeln und Stricken, aber ich glaube so im 8. Schuljahr ging es dann an die Nähmaschinen. Gute alte Pfaff Nähmaschinen, ich meine alle noch mechanisch, also mit Schwungrad zum Treten. Auch da fingen wir an erst mal auf Papier zu nähen, dann auf Stoff und zum Schluss gab es sogar einen Rock. Winzig kleine rote Streublümchen auf blauem Untergrund, den Stoff werde ich nie vergessen (man war der hässlich!). Daraus wurde ein im Bund gekräuselter Rock mit Reißverschluss an der einen Seite und Seitennahttasche an der anderen Seite. Ihr könnt euch sicher vorstellen wie meine Einstellung, als überzeugte "Jeanshosen-ewig-bis-zum-Auseinanderfallen-Trägerin" zu diesem Rock war und wo er letztendlich gelandet ist. Schade, wieso hat man mir da nicht beigebracht sinnvolle Sachen zu nähen wie z.B. Handytaschen (okay die gab es damals noch nicht, also die Handys!) oder kuschelige Bealas (okay, Sabine, zwar ein paar Jahre älter als ich, war wohl noch nicht ganz so weit!?).

Weiter ging es dann auf der BFH (BerufsFachschule für Hauswirtschaft und Ernährung). Klar, dass da auch Nähen mit auf dem Stundenplan stand. Da muss ich jedoch lobend erwähnen, wurden mir wirklich die Grundtechniken des Nähens beigebracht. Wir haben davon eine Mappe erstellt, in der ich heute ab und zu noch blättere. Hier mal zwei Beispiele, was die Zubereitung und Verarbeitung eines Schrägstreifens angeht.



Okay, heute nähe ich den Schrägstreifen auch anders an. Würde ich es nämlich so machen wie ich es gelernt habe, wäre ich z.B. beim Versäubern eines Lagunarockes sicherlich drei Tage am Stück beschäftigt (stecken, nähen, andere Seite stecken, reihen, nähen....). Aber dennoch, da habe ich richtig viel gelernt, unter anderem auch das knappkantige absteppen und das ordentliche arbeiten. Außerdem wurden doch recht nützliche Dinge genäht, z.b. ein schöner Matchsack, den ich viel benutzt habe und Kleidung die man auch getragen hat. Danach habe ich dann auch vermehrt angefangen für mich und auch für meinen (damals noch nicht) Mann zu nähen.

Dann kam das Studium und das Haus und für's Nähen blieb wenig Zeit. Als die Kinder jedoch aus dem Gröbsten 'raus waren fuhr ich eines Tages nach langer Zeit mal wieder nach Nijmegen zum Stoffmarkt. Eigentlich suchte ich günstigen Stoff zum Besticken der Adventsbeutelchen für unseren gestickten Adventskalender. Den fand ich auch, aber ich fand auch meinen allerersten Roos Schnitt 2079. Die Hose mit dem Bogensaum fand ich so super klasse, die musste ich unbedingt für Julia nähen. Und damit fing das "Elend" (???) an. Kurze Zeit später fand ich bei Karteris in Oosterhout einen wahren Fundus an Roos Schnittmustern und meine Sammlung wurde komplettiert. Die Suche nach Schnittmustern wurde auch bei ebay erfolgreich und zum Leidwesen meines Geldbeutels fortgesetzt. So wollte ich irgendwann unbedingt die BizzKids haben in der dieses Schnittmuster zu finden ist:

(das ist übrigens Julia Ende 2003!)

Ich sag' euch jetzt nicht was ich für das Heft bezahlt habe!
Logisch, dass ich dann auch irgendwann bei meiner Suche auf farbenmix Schnittmuster stieß. Und weil ich ein alter Geizkragen bin, habe ich mein erstes auch nicht bei Sabine selber bestellt (sorry Sabine!) , sondern über ebay ersteigert. "Dortje" war das erste Schnittmuster einer neuen Sammlung, von der auch ich ziemlich schnell überzeugt war, dass es ratsam sei sie zu komplettieren. Pfiffige Schnitte, einfach zu nähen, tolle Tipps im Internet und ein kleiner KLICK für die Menschheit, aber ein großer KLICK für mich.
Denn der KLICK in die Galerie hat aus heutiger Sicht schon mein Leben verändert. Habe ich vor Jahren nach dem Frühstück schön brav meine Hausarbeit begonnen, geht heute mein erster Schritt (wenn die Kinder aus dem Haus sind) an den Compi und ich starte meine Lieblingsseite, um für den Tag inspiriert zu werden. Das was ich da zu sehen bekomme, macht mich glücklich, gab mir gerade in der ersten Zeit Mut Dinge auszuprobieren, die ich so vielleicht nicht gewagt hätte. Von allem nahm ich ein bisschen mit, gab mein eigenes dazu und ich behaupte sagen zu können, mittlerweile bin ich bei meinem eigenen Stil angelangt. Vieles von den kleinen Schnittmuster habe ich (wie ihr ja wisst) auch auf große übertragen und es macht mich glücklich diese Sachen zu tragen und es macht mich glücklich diese Sachen an meinen Kindern zu sehen und es macht mich stolz, wenn man so ab und zu verstohlene Blicke anderer Eltern mitbekommt oder ein geflüstertetes: "Boah, wie toll ist das denn!".

Was mich aber eigentlich noch mehr freut ist die Vielzahl Bekanntschaften und auch Freundschaften die sich in den letzten drei Jahren daraus ergeben haben. Freundschaften, die weit über das nähtechnische hinausgehen....

Erwähnenswert ist an dieser Stelle aber auch, dass ich bei Sabine immer auf ein offenes Ohr gestoßen bin. Offen für Kritik jeglicher Art, offen für Fragen bezüglich des Nahens, aber auch offen für Ideen...
Das ich in der Tat mal mit Sabine "zusammenarbeiten" würde, hätte ich damals, als ich ihr erstes Schnittmuster kaufte, nicht für möglich gehalten. Manchmal ist es einfach schon spannend welche Weichen einem das Leben stellt!!!
Und nun warte ich mal ab, wohin mich der Zug noch führen wird...

Ein Satz zum Schluss: Ohne farbenmix und KuB hätte ich sicher hier und da mehr Zeit und sicherlich mehr Platz im Haus (weil es weniger Klamotten und weniger Stoff zu finden gäbe!), aber eben auch ein bedeutendes Hobby weniger und glücklicher könnte ich sicher nicht sein!!!

Gruß Uschi (die euch gewarnt hatte!!!)

Eigentlich....

....müsste ich:

  • Wäsche bügeln
  • Küche aufräumen
  • Staubsaugen
  • Betten neu beziehen
  • Einkaufen
  • Päckchen zur Post bringen
  • noch ein paar Taschen nähen
  • mich langsam um die Adventsdeko kümmern,
  • dafür aber vorher Fenster putzen
  • Blätter fegen
  • im Garten das Sommerspielzeug wegräumen
  • Arbeitszimmer dringend aufräumen
  • bei ebay Sachen einstellen
Bei einem Blick nach draussen jedoch, würde ich mich viel lieber mit einer heißen Tasse Tee gemütlich unter einer warmen Decke auf's Sofa kuscheln und ein spannendes Buch zuende lesen....

WER hat eigentlich den Winterschlaf für die höchste Entwicklungsstufe der Säugetiere abgeschafft???
Wenn ich den erwische!!!!

Naja, zumindest habe ich DAS hier gestern endlich geklärt:


Das hält mich bei diesem ekligen nasskalten Wetter wenigstens ein bißchen aufrecht.

Gruß Uschi (die jetzt erstmal ganz heiß duschen geht!)

Edit: So, Blätter fegen hat der Sturm soeben erledigt und Fenster putzen macht bei diesem Wetter auch keinen Sinn, Glück gehabt!

Montag, 17. November 2008

Täschlein, Täschlein an der Wand....

...wer ist die Schönste im ganzen Land?


Wenn ich ehrlich bin, so richtig entscheiden kann ich mich nicht, muss ich aber auch nicht, denn auch bei mir hat die Produktion für den hiesigen Weihnachtsmarkt begonnen. In diesem Jahr habe ich dann auch ein paar Taschen für Große angefertigt, in der Hoffnung hier bei uns auf dem platten Land Abnehmer dafür zu finden (die Erfahrung lehrt, manche Trends brauchen erst eine Weile!).
Naja, sollte ich sie hier nicht verkaufen, werden sie dann eben nach Nikolaus noch zu Dawanda wandern...

Hier die Taschen im Einzelnen:



So, und nun kommen die Kleinen an die Reihe....demnächst in diesem Theater!

Gruß Uschi

Donnerstag, 13. November 2008

Huch, fast vergessen!!!

Da hätte ich doch nun fast vergessen euch zu sagen, dass es am Samstag, 15.11. bei Farbenmix ein tolles neues Schnittmuster für uns Große gibt. Das mag damit zusammenhängen, dass das neue Teilchen schon fester Bestandteil meiner Lieblingsgarderobe geworden ist und ich mich am liebsten jeden Tag darin einkuscheln möchte. Da ist mir so gar nicht mehr bewußt, dass ihr bisher noch nicht in den Genuß kommen durftet. Die Rede ist von Beala, also Bea in groß!


Ich habe dafür den ultra kuscheligen Doppelzottel von hier (uups, sehe gerade, der ist z. Zt. ausverkauft) genommen. Von innen und außen wunderschön flauschig, beim Nähen jedoch grausig - Flusen in der Nase, im Mund, auf der Hose , an den Socken, im ganzen Haus!!!

Als der Schnitt ins Haus kam und ich mir das Schnittmuster so ansah war klar: Diesmal mache ich auch so nette Trompetenärmel. Das habe ich bisher ja immer vermieden, weil man dabei beim Frühstück schon in der Marmelade hängt und bei der Hausarbeit der Ärmel ständig ins Putzwasser soppt (oh, ich glaube das ist platt, aber irgendwie fällt mir gerade keine passende Übersetzung ein). Damit das alles nicht passiert habe ich einen Mechanismus ausgetüfftelt, von dem ich zunächst beim Nähen noch nicht überzeugt war, aber bei der Anwendung festgestellt habe: ES FUNKTIONIERT!!! Ich habe nämlich auf die Ärmel einen Tunnel aufgesteppt und zwei Bänder zum Raffen durchgezogen. Nun kann ich die Ärmel, wann immer sie mir im Weg sind, einfach hochraffen - ideal - keine Marmelade am Ärmel!!!


Die Bauchtasche habe ich vom kleinen Bea Schnittmuster übernommen und nur minimal vergrößert, aber die wollte ich unbedingt haben.


Naja und die Kapuze, die stammt natürlich von hier und musste unbedingt ausprobiert werden. Ein witziger Effekt wie ich finde und mal so ganz 'was anderes!

Muss man noch etwas zu diesem tollen Schnittmuster sagen? OH ja! Da steht "oversized geschnitten". DAS stimmt in der Tat. Ich hatte mir, weil ich es ja immer gerne recht flott mag, die Größe XL kopiert und auch so zugeschnitten, aber als ich das Vorderteil aus dem Stoffbruch aufklappte wurde mir doch Angst und Bange und ich habe die Größe auf L angepasst. Lediglich die Armlänge habe ich so belassen und das muss bei mir auch so sein.

So, bleibt nur noch zu sagen, ein tolles neues Schnittmuster für Große, greift zu!!!

Gruß Uschi

P.S.: Ach, und diesmal war es übrigens anders herum. Diesmal wurde Julia ganz neidisch auf meinen neuen Pullover. Ihr Jammern hat geholfen, sie bekam dann den gleichen in klein und liebt ihn auch heiß und innig!

Mittwoch, 12. November 2008

Informationen - Entscheidungen

Gestern Abend war hier bei uns an der Grundschule der Informationsabend zu den weiterführenden Schulen. Für uns heißt das, wir werden in den kommenden Wochen zusammen mit Felix überlegen was für ihn in Zukunft die beste Schulform ist.

Diese Entscheidung fällt uns nicht leicht, denn schließlich stellen wir damit die ersten Weichen seines Lebens. Sicher ist, man kommt auf unterschiedlichen Wegen zum Ziel. Nur was ist für uns, oder besser gesagt für Felix, der beste Weg?

Man könnte nun sagen: "Och bei euch ist das einfach, Felix ist doch ein guter Schüler!" Sicher ist er ein guter Schüler und was uns sehr wichtig ist, er hat auch nach 4 Jahren Schulzeit die Freude am Lernen nicht verloren. Neue Themen begeistern ihn ungemein und gerade wenn es anfängt kompliziert zu werden, legt er sich wirklich ins Zeug. Aber das macht die Entscheidung eben nicht einfach.

Holen wir also mal ein klein wenig aus, damit ihr erkennt wo das Problem unserer Entscheidungsfindung liegt. Hier bei uns gibt es als weiterführende Schulen folgendes zur Auswahl:

  • 1 Hauptschule in Kranenburg
  • 2 Hauptschulen in Kleve
  • 2 Realschulen in Kleve
  • 2 Gymnasien in Kleve
  • 1 kath. Gymnasium/Internat in Goch (kann man auch als Externer besuchen)
  • 1 Gesamtschule in Goch
Felix wird, wenn wir mit unserer Einschätzung nicht voll daneben liegen, vermutlich die Empfehlung der Schule für das Gymnasium bekommen (das Beratungsgespräch dazu ist Anfang Dezember), wobei sein Arbeitsverhalten manchmal ein klein wenig schludrig ist und auf der Strecke bleibt; Arbeiten jedoch immer gut geschrieben werden. Er differenziert also schon recht stark nach "nun kommt's drauf an" und "ach, nicht so wichtig".
Somit können wir die Hauptschule als Schulform für ihn ausschließen. Die Gesamtschule in Goch erfreut sich reger Begeisterung, das heißt die Anmeldezahlen liegen WEIT über den möglichen Aufnahmezahlen. Daher werden in Goch erst einmal die Schüler aus diesem Gemeindegebiet bevorzugt und danach, wenn noch Platz ist werden Schüler aus Kleve und Kranenburg berücksichtigt. Die Chance dort einen Platz zu bekommen steht bei ca. 1:200. Also witzlos, mal ganz davon abgesehen, dass die Busverbindungen nach Goch nicht optimal sind und Felix Ewigkeiten hin- und hergondeln müsste. Das gilt auch für das Gymnasium in Goch (was unbestritten einen sehr guten Ruf hat und sehr gute Schüler hervorbringt). Da kommt allerdings hinzu, dass wir zum katholischen Glauben zurückkehren müssten. Und das "nur" um unserem Sohn ein super Schulbildung mit auf den Weg zu geben? Naja....das wäre Heuchelei!
Bleiben also die beiden Schulformen Realschule oder Gymnasium in Kleve. Die beiden Gymnasien sind gut, beide, und ich könnte nun auch nicht sagen dies ist dort besser als da. Sie haben beide ihre Prioritäten, die uns aber durchaus zusagen. Ein Gymnasium wäre "logistisch" einfach besser, da mein Mann Felix dann ab und zu auf dem Weg zur Arbeit dort absetzen könnte. Ansonsten wäre es egal wo wir einen Platz bekommen. Denn das kann uns leider keiner zusichern, da wir aus einer umliegenden Gemeinde kommen und diese Kinder dann entsprechend der freien Plätze aufgeteilt werden. Wir können einen Wusch äußern, aber ob der in Erfüllung gehen wird, kann uns keiner sagen. Aber wie gesagt, da wäre "nur" das logistische Problem. Auch die Realschulen sind gut, wobei die eine noch recht neu ist und vielleicht nach außen hin freundlicher aussieht.

Was uns letztendlich Probleme bereitet ist das so genannte "Turbo-Abitur". Das heißt, wenn Felix zum Gymnasium geht, wird es sein Abitur (immer mal vorrausgesetzt er kommt soweit!) in 12 Jahren absolvieren müssen. Das heißt, DAS was ich in 13 Jahren gelernt habe, muss er sich in 12 aneignen. Mittlerweile ist allgemein bekannt, dass viele Schüler dabei unter einen enormen Leistungsdruck geraten und teilweise mehr arbeiten als ein Erwachsener im Arbeitsalltag. DAS bereitet mir Magendrücken!!! Ganz gewaltig!!!

Ich denke ja jetzt schon, dass es enorm ist, was unsere Kinder auf der Grundschule lernen müssen. Da gibt es Englisch ab der 3. (mittlerweile sogar ab der 1. Klasse!) Klasse, da werden in Mathematik Dinge gelernt, die habe ich erst im 5., wenn nicht sogar im 6. Schuljahr gehabt (z.B. wann trat bei euch das erste mal der Begriff Pythagoras oder rechter Winkel auf?). Versteht mich nicht falsch - ich finde es toll, denn es ist schon klar, in jungen Jahren lernt man einfach besser, aber dieser Druck....

Gehen wir mal ein paar Jahre zurück (okay es sind ca. 32). Wie war das denn als ich in der Grundschule war. Ich hatte max. 4 Stunden am Tag. Oft kann ich mich erinnern hatte ich sogar um 9 Uhr erst Schule. Wir schrieben Aufsätze oder Diktate, die waren in der Regel nicht länger als eine halbe DinA5 Seite lang. Hausaufgaben waren in max. 20 min erledigt. Im Sommer gab es, wenn das Thermometer um 10 Uhr bereits 25 °C anzeigte hitzefrei! Was habt ihr nachmittags gemacht? Also ich habe stundenlang mit meiner Freundin im Wald gespielt, wir haben Rollschuh gelaufen oder mit den Kaninchen von Opa Franz gespielt. Im Winter haben wir Mülltonnen mit Wasserfarbe angemalt oder sind tagelang Schlitten gefahren.
Felix kommt an vier Tagen in der Woche nach 6 Stunden Schule nach Hause. Wenn er schnell läuft ist er um 14 Uhr hier. Dann isst er ein Brot und wir erzählen über dies und das, und wenn er mag kann er auch aus der Schule erzählen (dazu zwinge ich ihn nicht). Bis wir damit fertig sind (hier noch einen Joghurt, da noch einen Tee) ist es meist 15 Uhr, bis er mit den Hausaufgaben beginnt. Wenn es gut läuft ist er damit in 45 min fertig, wenn er trödelt, kann es auch schon mal 16 Uhr bis 16:30 Uhr werden. Um diese Jahreszeit ist es dann schon fast dunkel. Mit Freunden verabreden lohnt sich nicht mehr. Bei uns gibt es "nur" montags Schwimmen auf dem Programm und das auch erst um 18 Uhr (in anderen Haushalten steht da noch Klavier, Tanz, Fußball, Judo usw. auf dem Plan). Was ich mich da frage ist:

WO BLEIBT DIE UNBESCHWERTE KINDHEIT???

Das liegt mir so im Magen. Und Felix ist eben ERST in der Grundschule. Wenn er zur weiterführenden Schule geht, wird er mittags meist erst gegen 15 Uhr hier zu hause sein und die Hausaufgaben werden an Umfang rasant zunehmen....

Ach so, was ich noch gar nicht erwähnte. Wenn wir Felix zum Gymnasium schicken und sich nach 2 Jahren herrausstellen wird, es ist für ihn doch nicht die richtige Schulform gewesen und seine Leistungen sind dermaßen abgefallen, dass er die Schule wechseln müsste, so stehen wir hier in Kleve leider vor einem weiteren Problem. Denn, die nächst niedrigere Schulform, also die Realschule, ist voll! Pickepacke voll! Das heißt rückläufige Schüler von den Gymnasien können von der Kapazität her NICHT aufgenommen werden. Somit landet ein ehemaliger Gymnasiast auf der Hauptschule. Eine Schulform die zu Beginn ganz ausgeschlossen wurde!?

So, ich könnte hier noch unzählige Dinge aufführen, die mir Magenschmerzen bereiten, aber um alles zu berücksichtigen, um alles bis ins Detail zu debattieren, dazu fehlt es sicher hier und da auch an Information. Jedes Kind ist unterschiedlich und selbst als Eltern kann man nie genau vorhersagen wie sich das eigene Kind entwickeln wird. Wir wissen: Felix ist nicht dumm! Wir wissen auch, was er kann und was ihm nicht liegt. Fest steht, ab und zu braucht er einen Tritt in den Hintern und er eledigt auch Dinge, die er für nicht so wichtig erachtet! Und wir wissen auch, unter Druck arbeitet er manchmal effektiver. Momentan haben wir sogar den Eindruck er ist (besonders in Mathematik) nicht besonders gefordert. Nur was wir NICHT wissen ist: WAS muten wir unserem Kind auf dem Gymnasium zu. Wieviel Hilfestellung können/wollen wir ihm geben? Verlangen wir zuviel? Wäre ein Weg auf der Realschule sinnvoller, oder ist er dort evtl. auch unterfordert (kann ich - also mache ich nicht!)?

Ich glaube ihr versteht nun, warum uns diese Entscheidung nicht leicht fällt. Und ich denke vielen von euch geht es ähnlich und ich frage mich, wo wird das alles hin führen: Immer mehr Leistung, immer mehr Druck!? Wieviel Druck kann ein Mensch, vor allem ein kleiner standhalten????
So, das laß' ich so jetzt mal im Raume stehen!

Eine Lösung - habe ich nicht! Manchmal denke ich wäre es sinnvoll vielleicht so eine Entscheidung erst in zwei Jahren zu treffen (wie es in anderen Bundesländern der Fall ist), wo sich vielleicht Interessen und Fähigkeite ein klein wenig deutlicher schon abzeichnen...vielleicht, aber auch nur vielleicht....

Gruß Uschi (die jetzt gleich ein Gespräch mit einer Lehrerin hat, weil Felix zwar schon ein schlaues Kerlchen ist, aber zu bequem seine Gedanken aus dem Kopf manchmal zu Papier zu bringen...)

Montag, 10. November 2008

Schön gedeckte Tische...

...mit toller herbstlicher oder schon weihnachtlicher Dekoration zur nachmittäglichen Teezeit finde ich ja wirklich 'was Feines. Ein schönes Blumenarrangement in der Mitte, drumherum vielleicht ein paar hübsche selbstgepatchte Tischsets (sauber versteht sich!), vielleicht noch ein paar Kerzen hier und da , ein hübscher Keksteller mit mehreren Sorten Keksen und nette musikalische Beriesellung im Hintergrund. Ich denke ihr wisst was ich meine?

So könnte es sein, wenn ich ein klein wenig an mir arbeiten würde, wenn ich diszipliniert wäre...
Meist sieht es nämlich so aus:


Abwischbare Tischsets, Kekse aus der Packung, unwichtige Post (manchmal auch wichtig), Zeitungen und Prospekte, wichtige Zettel aus der Schule von den Kindern, meist auch noch diverse Stifte und Kleber, die nach den Hausaufgaben* nicht mehr ins Etui zurückgefunden haben, Taschentücherbox (natürlich nicht nett verkleidet), denn irgendwem trieft um diese Jahreszeit immer mal die Nase, mittendrin nicht gerade eine stylistische Teekanne, sondern eben eine Edelstahlthermoskanne, weil unverwüstlich und der Tee darin über Stunden warm bleibt.
Nun ja, was soll ich sagen: Der Tee schmeckt, die Kekse auch, die Post wird gelesen und an diesem Tisch finden sich eben alle ein, wenn Papa von der Arbeit kommt. Auch wichtige Gespräche werden hier in Ruhe geführt.

Nur das "für's Auge", das bleibt ein wenig auf der Strecke....

Gruß Uschi (die sich wenigstens für die Weihnachtszeit bessern möchte)

*noch machen unsere Kinder ihre Hausaufgaben am Küchentisch, denn unter "Aufsicht" läuft das einfach besser!

Es gibt Dinge....

...die halte ich für vollkommen überflüssig und die werden auch nicht gekauft, egal ob sie der neuste Trend sind oder nicht!

Ja, und dann sind da Dinge, die sind einfach zu verführerisch, weil sie so nett anzusehen sind, immer öfter auftauchen und meistens so schön bunt und dann auch noch individuell. Da kann ich dann auch nicht widerstehen!

Na, um was geht es hier wohl? Etwa um ein langweiliges weißes und ein schon ansehnlicheres pinkes Kästchen? Hm, wohl kaum, da muss also mehr drin sein!?


Nur was? Is' was? Seid ihr etwas neugierig?


Na, ist doch klar, MEINE Mini-Moo-Cards. So bunt, so witzig, so individuell, so schnell geliefert und dann auch noch recht günstig. DAS ist einfach zu verführerisch für mich! Und, dass der praktische pinke Kartenhalter/-spender gleich mitbestellt werden musste war klar!



Gruß Uschi

Donnerstag, 6. November 2008

Und ob da einer happy ist! (Achtung mit Ton!!!)

So, endlich war das Wetter hier am Niederrhein mal einigermaßen okay, so dass wir uns zu einer (mal wieder spaßigen) Fotosession nach draußen begeben konnten. In den letzten Tage war es hier nämlich entweder nebelig oder zu dunkel.
Ich glaube auf den Bilder ist gut zu sehen, dass Julia mit ihrem Mantel rundum zufrieden ist. Allerdings muss Madam ja immer das letzte Wort haben (von wem sie das nur hat?): "Mama, Familie Püreh ist so weit hinten, die kann ich gar nicht sehen!"
"Doch mein Kind, wenn du den Mantel aufhängst!!!"



"Just the way you are" - ich glaube, das passt ganz gut zu uns!

Gruß Uschi (die nun endlich begriffen hat, dass man für die slide show die Bilder vorher nicht drehen darf, bzw. nachher wieder zurück drehen muss!?)

Dienstag, 4. November 2008

Ein bißchen Fee, ein bißchen Jade und ein bißchen Roos....

...das wollte ich in einem Mantel vereinen. Von Fee wollte ich sicherheitshalber die Weite, denn der Mantel sollte mit Vlies und Fleece gefüttert werden. Bei Jade gefällt mir der Schwalbenschwanz so gut, der musste auf jeden Fall sein und von Roos wollte ich die vordere Einteilung übernehmen und die Einschubtaschen. Auf letzteres hätte ich nähtechnisch besser verzichten können, denn hier passte so gut wie gar nichts aufeinander (obwohl es hätte passen müssen, da ich da nichts am Schnittmuster verändert habe!).
Dann kam noch einiges an eigenen Idee hinzu, z.B. etwas mehr Ärmelweite (auch hier wegen Vlies und Futterstoff), innenliegende Windstopperbündchen an den Ärmeln und eine Rüsche mit Kordelzug am Saum, weil ich ein wenig Sorge hatte, dass der Mantel zu steif wird und daher unten zu sehr noch vorne und hinten absteht. So kann man ihn ein wenig enger ziehen und es ist an kalten Tagen dann auch noch ein wenig wärmer an den Beinen.

Ach ja, da hatte ich mir mal wieder etwas vorgenommen, und das nicht immer alles so glatt läuft, konntet ihr ja schon hier lesen. Zwei Vormittage lief hier mehr oder weniger ununterbrochen die Stickmaschine, denn an Stickies sollte es bei dem Mäntelchen auch nicht mangeln.

So, nach dem Tief vom Samstag ging es Sonntag gleich viel besser und ich fand wieder Gefallen an meinem Projekt. Heute morgen dann nur noch ein paar Kleinigkeiten und nu' ist er fertig: Julias neuer Wintermantel! Und weil es bei dem Mantel soviel zu entdecken gibt kommen jetzt ganz viele Fotos (da müsst ihr jetzt mal durch!). Durch "klick" auf die Bilder werden die auch noch größer!


Bambina in der Blumenwiese - so süss!
(und die Kordelzugrüsche am Saum)

Ein Blick in die Einschubtasche!
(die mich echt Nerven gekostet hat!)

Die innenliegenden Windstopperbündchen

Auch das war mir wichtig: Da der Mantel recht dunkel ist, wurde er mit Reflektorband versehen!

So, und nun nähe ich irgendetwas GANZ Einfaches!!!

Gruß Uschi