Freitag, 30. April 2010

So, ich habe alles! Hoffe ich...


Wir melden uns, und versuchen euch auf dem Laufenden zu halten;.)

Gruß Uschi

Wenn einer eine Reise tut...

....dann kann er 'was erleben. Und zwar schon vorher!

...nach dem Sabine ja nun gestern ein krankes Kind zu Hause hatte, meinte mein Mann ab 3 Uhr mit Durchfall und Erbrechen die Nacht zum Tage machen zu müssen.

Und NEINichbekommedasnicht!
Und NEINichbringedasauchnichtmit!
Und WENNdannzeigtsichdasjetztbitteindennächstenStunden!!!

Also drückt mir die Daumen, dass es nicht an meinem gekochten Gyros lag, sondern an dem Eis was Roland mit seiner Kollegin gegessen hat (was geht der auch mit seiner KOLLEGIN ein Eis essen!!!)

Ich WILL doch in den Mai nähen - das ist jetzt schon SOOOO lange geplant!!!!

LG Uschi (ein wenig müde und nervös bedingtes Magengrummeln, hoffe ich!)

Sonntag, 25. April 2010

in der vergangenen Woche...

...gab es hier 8 Posts mit einer geballten Ladung Neuigkeiten.

In der kommenden Woche wird es bedeutend ruhiger werden, denn, es gilt etwas vorzubereiten! Ich muss einiges Einpacken, einiges vorbereiten, ich darf nicht vergessen einen Kuchen zu backen, ein Blick auf die Wetterkarte ist auch nicht ganz so unwichtig, denn danach muss ein Blick in den Kleiderschrank erfolgen.

Wer es jetzt noch nicht ahnt, dem sei gesagt: Ich gehe auf Reisen!
Aber nicht nur ich, mit mir reisen noch meine beiden Nähmaschinen!
Und MEINE Nähmaschinen sind nicht die einzigen, die auf Reisen gehen, ich weiß von mindestens 14 anderen, die in der kommenden Woche auch ihre Maschinen reisefertig machen müssen. Klingt interessant, werdet ihr jetzt sicher denken? Das wird es sicher auch werden. Um eure Neugier zumindest ein wenig zu befriedigen, gibt es an dieser Stelle schon mal eine kleine Information.

Mit den Damen von hier, also mit denen sich herausstellte, dass man zusammen Großartiges bewegen kann, ja, mit diesen Frauen gibt es die Aktion:

Nähen in den Mai!

Endlich haben wir es geschafft, EINEN Termin zu finden, an dem fast alle frei haben, weiterhin haben wir eine Räumlichkeit gefunden, in der wir von Freitagabend bis Sonntagmittag uneingeschränkt nach Lust und Laune nähen können und endlich nehmen auch die letzten zu organisierenden Dinge konkrete Formen an!

Auch diesmal nähen wir an einem gemeinsamen Projekt, welches wir im Anschluss (falls wir denn tatsächlich fertig werden!) wieder zu einem caritativen Zweck versteigern werden. WAS es werden wird, möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten, nur so viel, dass werdende Mütter hier auf jeden Fall am Ball bleiben sollten!

Also, ihr Lieben, ich sichte dann mal meine Stoffe, Bänder und den restlichen Nähkrams und packe alles in eine große Kiste.

Und den netten Damen möchte ich auf diesem Wege schon mal sagen:

Ich freu' mich riesig auf euch Alle!

Gruß Uschi

Ach so, das konspirative Treffen findet übrigens irgendwo im Münsterland in einem stillgelegten Bahnhof statt, wenn euch also am Freitag in dieser Gegend, mit Nähmaschinen und sonstigen Zubehör vollbepackte Autos begegnen, dann ist das einer von uns;-)

Freitag, 23. April 2010

Ich habe ein neues Lieblingsshirt!!!

Uih, da habe ich aber gerade nicht schlecht gestaunt. Ich musste nämlich nochmal nach oben, um nachzusehen, von wann die Ottobre ist, aus der der Schnitt zu meinem neuen Lieblingsshirt stammt. Denn, ich wollte es schon lange mal genäht haben, aber SO lange!!!???

Nun, der Schnitt stammt also aus der Ottobre Woman 2/2007. Das bedeutet, mit meiner "unendlich-langen-to-do-Liste" liege ich nur knapp 3 Jahre zurück;-)
Aber egal, denn auch nach 3 Jahren ist das Shirt wirklich klasse! Es sitzt toll, lässt sich gut wickeln und das "huch, mir fällt da was aus dem Ausschnitt Problem" ist hier wirklich klasse gelöst! In dem Shirt ist das "Unterhemd" nämlich direkt mit eingenäht - ganz raffiniert!!!
Aber erst einmal die Bilder:

Genäht habe ich Gr. 42, würde beim nächsten Mal evtl. doch Gr. 40 nehmen. Die Länge habe ich um 5 cm verlängert, die Ärmel ausnahmsweise mal so gelassen, weil es ja sowieso 3/4 Ärmel sind, und den Halsausschnitt des Tops habe ich ein wenig höher (also weniger weit) zugeschnitten. So sitzt es echt klasse. Die Säume sind, bis auf den Rollsaum unten, alle mit Jerseyschrägstreifen versäubert - DAS ist eine nervige Sache, weil da alles so wegrollt.

Gibt es eigentlich Jerseyschrägstreifen fertig zu kaufen - denn auch das Zuschneiden macht nicht so wirklich viel Spaß!!!


Hier nochmal der Blick auf das Innentop.

Auch hier sind die Säume alle eingefasst und die Träger in der Schulternaht mitgenäht - toll gelöst!!!

Fazit, bis auf den Schrägstreifen ein wirklich toller Schnitt, den ich sicherlich nochmal verwenden werde. Wenn man übrigens die Bindebänder weglässt, lässt sich das Shirt vorne auch klasse knoten - ich glaube, das werde ich dann beim nächsten mal ausprobieren, in 3 Jahren oder so;-)

Gruß Uschi

Donnerstag, 22. April 2010

"Für wen wird das?"

Wenn Julia mit dieser Frage vor der Stickmaschine steht, dann meint sie eigentlich eher:

"MAMA, das nähst du doch hoffentlich für mich!"

In Sachen Rhetorik ist sie mit ihren 8 Jahren bereits eine große Meisterin.

Aber ich konnte sie dann ja auch beruhigen, die tollen Underwater Girls, die die Stickmaschine da zauberte, die sind für sie bestimmt gewesen. Emilia, Eliza, Eva und Enni aus der Feder von Punkt, Punkt, Komma, Strich werden sicherlich auch ganz schnell bei euch Begleiter für wunderschöne Sommerkombis.
Und weil bei uns der Himmel in der vergangenen Woche so herrlich blau war, fiel der Griff im Stoffregal auch in diese Richtung, denn was passt besser zu einem heißen Sommertag als ein kühles Blau?
So entstand bei uns eine luftig frische Sommerkombi, bestehend aus Klein-Fanö und einem Röckchen. Emilia durfte mit dem Knubbelfischchen auf der Bauchtasche Platz nehmen,

während Eliza auf der Brust ihre Perlen auffädelt.


Auf der Rückseite gibt sich Enni mit der Qualle ein Stelldichein.

("Mama, die kann ich dann aber gar nicht sehen!?")

Dazu passsend das Röckchen mit großem und kleinen Fischlis, die auch hier interessiert zuschauen wie Enni ihre Perlen aufgefädelt hat.


Fertig ist die herrlich firsche Sommerkombi, die wir direkt am Sonntag ausführen konnten.

Und als kleines Präsent noch zum Schluss: Emilia lässt sich auch als toller Taschenbaumler für die Schwimmtasche sticken - so wunderschön praktisch "in the hoop"!!!

Und ich glaube den letzten Satz kann ich mir fast schenken, denn ihr habt es sicherlich schon mitbekommen: Underwater-Girls, ab heute abend, brandneu im Kunterbunt-Shop!!!

Gruß Uschi

Mittwoch, 21. April 2010

„Liberty Enlightening the World“

... oder umgangssprachlich Lady Liberty oder auch Miss Liberty. Ein Geschenk Frankreichs an die Vereinigten Staaten, Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit. 1886 wurde sie (wenn auch 10 Jahre zu spät) anlässlich der 100 Jahrfeier der Unabhängigkeitserklärung auf der Liberty Island im Hafen von New York eingeweiht.

Weitere 124 Jahre sollte es dauern, bis Miss Liber-T ein Symbol für uns wird. Ein Symbol für gute Zusammenarbeit, Freundschaft, geschickte Kombination von Fähigkeiten, ein "Symbol von Hand in Handarbeit";-)
Da ist zum einen der Designer mit der Idee, die vielleicht zunächst "nur" als kleine Kritzelei irgendwo entsteht, dann aber Form annimmt.
Dann ist da das Managment, was sagt: "Hey, das ist gut! Da machen wir mehr draus!"
Hinzu kommen die Profis der Computeranwendung, verzweifeln fast, geben ihr Letztes, und präsentieren uns dann ab Donnerstag "Miss Liber-T", in tollem Gewand, so "real american", mit einmalig galantem Hüftschwung;-)

Und weil dem Management das noch nicht genug war, wurden noch Webereien hinzugezogen und dabei herausgekommen sind: ein tolles neues Webband und ein sicherlich bald heißbegehrtes Stöffchen *.

Und ganz zum Schluss, quasi beinahe als letztes, kleines Glied in der Kette, darf ich sie euch heute präsentieren:


Miss Liberty, die nach Stoffen schreit, die in meinem Regal leider nicht zu finden waren. Gerne hätte ich sie präsentiert auf rot weiß geringeltem Jersey, kombiniert mit einer Portion blau mit weißen Sternen. DAS wäre das Tüpfelchen auf dem "i" gewesen. Aber so musste das herhalten was vorhanden war, und da sich die reale Miss Liberty nach all der Zeit mit einer dicken bläulich schimmernden Kupferpatina präsentiert, so war ich doch froh, dass ich wenigstens annähernd diesen Farbton in meinem Regal fand.

Und weil Julia ja bereits im vergangenen Jahr schon so eine Vorahnung hatte, was da Großes kommen wird, stand sie bereits geduldig wartend neben der Nähmaschine, um euch ihre Miss Liber-T Weste in angemessener Pose zu präsentieren;-)



Miss Liber-T - für immer verewigt auf einer Pellworm-Weste (die Ärmel habe ich einfach weggelassen und die Weste in der oberen Hälfte komplett gedoppelt).


Und das dieses Sternenband die optimale Ergänzung zum neuen, ab Donnerstag erhältlichen Miss Liber-T Webband ist, das brauche ich wohl keinem erzählen...

Also ihr Lieben, auch für euch ist noch Platz: Reiht euch ein in die Kette des Symbols der Hand in Handarbeit. Ich denke ich spreche für alle Beteiligten, dass wir schon ganz gespannt sind, was ihr so alles Feines mit Miss Liber-T zaubert.
Ab Donnerstag also, bei Kunterbunt-Design im Shop, die neue Stickdatei: Miss Liber-T

(wie man Miss Liber-T übrigens als Appliversion sticken kann, hat Maki in ihrem Blog beschrieben, und ICH grübelte schon die ganze Zeit, ob Sonja mir vergessen hatte die Appliversion mitzuschicken;-))

Gruß Uschi

EDIT: Ich bin jetzt ein wenig verwirrt, was den Erscheinungszeitpunkt der diversen Stöffchen betrifft. Ich lese da etwas von jetzt Donnerstag, an anderer Stelle aber auch wieder erst zum Lagerverkauf. Also, nagelt mich bitte nicht fest, sondern einige euch mit mir auf: früher oder später!!!

* So, ich hab's gerade geklärt: Alle Stoffe gibt es zum Lagerverkauftermin vor Ort und auf Stoffmärkten und ab darauffolgendem Mittwoch auch online (hah, wenn dann mal noch 'was da ist;-))

P.S.: Ihr ahnt gar nicht wie oft ich geneigt war hier Miss Liberty, satt Miss Liber-T zu schreiben;-)

Dienstag, 20. April 2010

Es ist immer wieder spannend, wenn...

...man eine Mail von Sonja mit Anhang bekommt. Das bedeutet, eine neue Stickdatei ist kreiert worden. Wenn so eine Mail hier bei mir im Postkasten landet, dann werfe ich erstmal einen kurzen Blick darauf, um zu sehen, was mich da erwartet. Uns Probestickerinnen fehlen ja die Anregungen, wir bekommen "nur" die Datei mit der unausgesprochenen Aufforderung: "Mach 'was draus!".

So landete also die Buttonwerkstatt aus der neuen "Tattoo-Kids-Button" Serie auf meinem Compi. Die Mail kam irgendwann so zwischen Tür und Angel, so dass mein Blick recht flüchtig ausfiel, und was ich da erhascht hatte, sah ZUNÄCHST nach richtig viel Arbeit aus. Da "quetschen" sich sage und schreibe 14 Buttons, mal größer, mal kleiner in den großen Rahmen, vierfarbig!!!
Ich wagte gar nicht an die vielen Fadenwechsel zu denken!!!
Dann registrierte mein Adlerauge auch noch, dass die neue Stickdatei insgesamt 14 solcher Dateien umfasst. OHJE!!! Würde das eine Nachtschicht im Stickstudio bedeuten?

NEIN, ganz klares NEIN!!!
Denn in diesem Fall ist Nichts so wie es scheint! Für mich ging endlich mal ein großer Wunsch in Erfüllung: Ein ganzer Stickrahmen voll mit tollen Motiven aus der Feder der Hamburger Liebe und nur VIER Fadenwechsel!!! Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen: VIER Fadenwechsel!!!
Okay, da werden zwar auch ca. 120 min Stickzeit angezeigt, aber bei vier Fadenwechseln bedeutet das ja, man hat zwischendurch mal richtig VIEL ZEIT etwas zu erledigen. Das ist auch des Rätsels Lösung, warum ich diese Aktion endlich mal durchführen konnte;-)

Während die Stickmaschine also fleißig ihre Stiche ausführt

kann man prima nebenher das Nähzimmer aufräumen, Fenster putzen, Brot backen und all die mehr oder weniger beliebten Haushaltstätigkeiten erledigen. Somit können wir Frauen jetzt zu Recht behaupten: WIR können zwei Dinge auf einmal erledigen!" Also MEIN Gewissen beruhigt das ungemein;-)

Und gerade WEIL in meinem Haushalt in den letzten Tagen so viel zu erledigen war, bekam die Stickmaschine auch immer mal wieder viel zu tun. So entstanden hier ganz viele bunte Buttons...


Ich glaube, da bleiben wirklich keine Wünsche offen.
Ich habe auf jeden Fall durch die neue Stickdatei "Tattoo-Kids-Button" schon einen beachtlichen Vorrat an Buttons.
Und da meine Scheren und Rollschneider am 1. Maiwochenende mit mir auf Reisen gehen werden, habe ich mir direkt eine weitere Stricktasche nach Griseldas/machwerk Ebook genäht und sie mit ein paar Buttons verziert.


Denn passend zu der neuen Stickserie, die es ab Donnerstagabend bei Kunterbunt-Design im Shop zu erwerben geben wird, flatterte hier nämlich auch noch ein tolles neues Webband ins Haus. Dieses wird ab Donnerstag bei Farbenmix rollenweise im Shop zu finden sein. Aber auch das ist noch nicht genug der Neuigkeiten, denn wie man hier schon sehen kann, wird passend zum Band auch noch ein tolles Stöffchen zu haben sein.

Also, wenn ihr mich fragt, ich finde das ganze mehr als



Gruß Uschi

Ohne Worte...

...denn, ich finde nicht die Richtigen. Wir wissen es seit Freitag...

Ich bin fassungslos und entsetzt. Aber lest selber, hier und hier...

Felix wird dann wohl einen neuen Englischlehrer bekommen.

Gruß Uschi

Montag, 19. April 2010

Was man mit so ein "wenig" Erwartungsdruck...

...doch an einem Tag bewegen kann! ICH bin FERTIG!!!

Die Kisten stehen alle wieder an Ort und Stelle und auch der Inhalt wurde überprüft und mal wieder richtig zugeordnet. Die Stoffe liegen jetzt wieder ordentlich im Regal, so dass ich die vor Wochen mal gekauften Stoffe alle unterbringen konnte (ich verbrauche also doch tatsächlich mal ein paar Meterchen!).
Am meisten lag mir die Ecke mit dem Wäschekorb und den Schnittmustern im Magen, aber dadurch, dass ich die Stoffe nun aus dem Wäschekorb ins Regal räumen konnte, verschwand er ENDLICH nach über einem halben Jahr aus meinem Nähzimmer!!! Die Schnittmuster bekamen einen Zeitschriftensammler dazu und nun muss ich auch nicht mehr so stopfen, wenn ich sie zurücklegen möchte (dann LEGE ich sie nämlich auch zurück!!!).
Den "Sticktisch" habe ich mal gedreht, dann kann ich bei Bedarf auch mal die zweite Klappe hochklappen. Das ging vorher nämlich nicht, weil man dann wegen des Wäschekorbes nicht mehr gescheit hätte laufen können. Ihr merkt schon - ich habe nur dabein gewonnen!!! Und, man MUSS das einfach mal angehen - am besten, mit dem Erwartungsdruck die NACHHER Bilder zeigen zu müssen;-)

Hier sind sie:

(was da auf dem Zuschneidetisch liegt, ist das aktuelle Projekt, was ich nun ganz schnell fertig machen muss, denn sonst hat Sonja am Donnerstag nichts von mir zu zeigen;-))

Ooooohhhh!!!


Und darüber habe ich mich am meisten gefreut. Mein allerliebster Nahtauftrenner und der Minenhalter für die Schneiderkreideminen sind wieder aufgetaucht . Letzteren wähnte ich, spätestens als er beim Umzug vom Keller auf's Dach nicht auftauchte, eigentlich schon im Müll. Aber er fand sich in einer der zahlreichen Bänderkisten!!!


So, und jetzt ihr....Wer war auch fleißig und kann 'was vorweisen???

Gruß Uschi (die sich jetzt in die Sonne setzt und ganz zufrieden einen Tee trinken wird!)

Sonntag, 18. April 2010

Vorahnung?

Ob Julia bereits im vergangenen Jahr im Urlaub schon so eine gewisse Vorahnung hatte, was in diesem Sommer der Renner wird? Das vermag ich euch nicht zu sagen....

Zumindest ist eine gewisse Ähnlichkeit nicht zu leugnen;-)

Gruß Uschi

Hiermit erkläre ich den morgigen Montag...

...zum internationalen "Nähzimmer-Aufräumtag"!!!

DENN, mein Nähzimmer hat 4 Ecken (wie wahrscheinlich die meisten Nähzimmer), und egal in welche Ecke ich blicke, es herrscht Chaos. Richtiges Chaos!!! Ich finde nichts mehr wieder, alles stapelt sich so, dass es mir ständig entgegenrutscht und ich mich darüber aufrege. Da macht Nähen nicht mehr wirklich Spaß! Der Zuschneidetisch hat nicht mehr den gewünschten Quadratmeter Platz und in den Bänderkisten ist von Ordnung schon längst nicht mehr die Rede. Das Stoffregal könnte mehr Stoffe beherrbergen, wenn ich sie mal wieder ordentlich gefaltet hineinlegen würde und Schnittmuster fänden sich auch schneller, wenn sie in die dafür angeschafften Zeitschriftensammler zurückkämen. Den Boden kann ich nach einem ausgedehnten Stickmarathon (Was ich da stickte? Hm, vielleicht findet ihr es ja in den unten stehenden Wimmelbildern?) vor lauter abgeschnittenen Stickfäden nicht mehr sehen, mal ganz davon abgesehen, wußtet ihr, dass gut gewachster Holzboden und Stickfäden in einer ganz heiklen Rutschpartie enden können?
Also, es nützt nichts, ich MUSS da jetzt 'ran. Und damit ich auch so richtig motiviert am Monatg ans Werk gehen kann, kommen hier die Beweisfotos.


Montagabend, spätestens Dienstag mittag solltet ihr dann den neuen "Ist-Zustand" fordern! Oder ich muss mir eine wirklich SEHR überzeugende Ausrede einfallen lassen;-)

Also, ihr Lieben, Hand auf's Herz: Wer macht mit beim internationalen Nähzimmer-Aufräumtag???

Gruß Uschi

Mittwoch, 14. April 2010

Salve! oder Bonjour!....

...das ist die Frage, die es in nächster Zeit zu klären gilt. Um es genauer zu sagen, gestern waren wir in Felix' Schule, um Entscheidungshilfe bei der Wahl der zweiten Fremdsprache zu bekommen.

Eins vorab: Letztendlich soll Felix entscheiden - denn er muss es ja auch lernen!

Aber ich denke es ist eine interessante Frage, die viele Eltern beschäftigt, und es wird sicherlich interessant verschiedene Meinungen mal zu sammeln.

Aber vorab ein paar Details zur Sprachgeschichte in unserer Familie, insbesondere zu meiner sprachlichen Entwicklung. Meine Gymnasialzeit war alles andere als rosig und wenn ich heute meine Zeugnisse von damals sehe, wird mir schlecht - RICHTIG schlecht. Ich habe mich wirklich mehr schlecht als recht durch gemogelt! Allerdings habe ich das damals gar nicht so wahrgenommen. Ich ging zur Schule - weil man eben hin ging. Wofür? DAS bliebt für mich LANGE im Verborgenen. Auch ich musste mich irgendwann für eine 2. Fremdsprache entscheiden, weil das einfach so war. Ich entschied mich für Französisch (oder waren es meine Eltern, die mir das nahe legten). Warum? Keine Ahnung - ich habe mich nicht sonderlich mit der Thematik auseinander gesetzt. Ich denke es WURDE so entschieden, weil Latein lernten zu meiner Zeit nur die, die Arzt oder Jurist werden wollten. Was ich werden wollte, wusste ich zu der Zeit sowieso noch nicht (leider auch nicht, als ich das Abi in der Tasche hatte;-)).
Nun gut, ich bekam also in der 7. Klasse Französisch dazu und fand es anfangs auch ganz nett, was aber vor allem an dem hübschesten Lehrer des Gymnasiums gelegen haben mag (man erinnere sich - reines Mädchengymnasium!!!!!). Daher klappte das erste Jahr auch noch recht gut. Leider wurde der Lehrer nach einem Jahr gewechselt und wir bekamen eine Lehrerin, gerade mal 1,55 m groß, alt, schrumpelig, ohne Durchsetzungsvermögen. Sicherlich konnte sie Wissen vermitteln, dass will ich aus heutiger Sicht gar nicht in Frage stellen, aber wir konnten in der Stunde tun und lassen was wir wollten. Und ich war an allem interessiert, nur nicht an Französisch. Daher gab es im zweiten Jahr bereits eine Vier auf dem Zeugnis, und weil mir irgendwann jegliche grammatischen Regeln abhanden gekommen waren, verstand ich irgendwann nichts mehr, null, überhaupt nichts! Dem hätte man evtl. mit Nachhilfe bei kommen können, aber mein Vater war dazu zu geizig, zumal seine Argumentation war: Uschi ist nicht dumm - sie ist nur zu faul! Recht hatte er ja, aber es nütze nichts, die nächsten zwei Jahre stand auf dem Zeugnis in Französisch immer eine Fünf (und manchmal war das knapp, richtig knapp!). Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich war nach der 10 ENDLICH Französisch abwählen zu können!!!

Obwohl mir eigentlich hätte klar sein müssen, das Sprachen nicht so mein Ding sind, wählte ich ulkiger weise in der 9. Klasse noch Latein dazu. Wenn man logisch denken könne und fleißig wäre, wäre das ganz einfach. Und wenn man Spaß am Knobeln hätte sogar auch durchaus interessant. Spaß am knobeln hatte ich (Mathe ging mir immer recht leicht von der Hand), und logisch Denken konnte ich auch, nur die Sache mit dem Fleiß...nun ja, das hatten wir ja schon. Latein war interessant - gar keine Frage, aber es war eben auch in vielen Dinge sture Paukerei.
"Eram, eras, erant, eramus....", das ist irgendwie bis heute hängen geblieben (allerdings weiß ich nicht mehr was es heißt?). Also Latein und ich wir HÄTTEN was werden können, wenn die Sache mit dem Fleiß nicht gewesen wäre, und wenn da nicht die Tatsache gewesen wäre, dass man sich im 9. Schuljahr (als mit 15 Jahren) für GANZ andere Dinge interessiert als Cäsar und seine Feldzüge! Also stand auch da sehr schnell eine vier auf dem Zeugnis und ich wählte Latein nach einem Jahr wieder ab - dafür nahm ich übrigens TEXTILGESTALTUNG und lernte Nähen (brachte es aber auch da nur auf eine drei)!!!

Ich habe also beide Sprachen kennen gelernt und habe annähernd eine Vorstellung, worum es dabei geht!

Ach so, in der 11. Klasse nahm ich übrigens Niederländisch dazu. Und sprachgebgabt hin oder her, aber DAS war endlich mal eine Sprache die ich beherrschte!!! Ich beherrschte sie sogar so gut, dass ich sie zum Abiturfach gemacht hatte. Aber auch hier war es eine gute Lehrerin (Niederländerin, locker, flowerpowermäßig drauf, kam jeden Morgen mit ihrer Ente aus NL zur Schule und schien zu wissen wo es lang geht). UND Niederländisch war zum ersten Mal zu etwas nütze. Ich konnte in NL (das ja nur einen Katzensprung von hier entfernt ist) einkaufen und mich in NL unterhalten - und man merkte: OH die Leute sind gleich viel netter, wenn man bemüht ist die Sprache anzuwenden! Soviel zur Sprachbegabung...

Mein Mann ist übrigens leidenschaftlicher Französisch-Schüler gewesen. Er liebt die Sprache sehr, hat an zwei Schüler Austauschen teilgenommen und fand das klasse. Auch heute noch, wenn wir in Frankreich Urlaub macht versucht er sein Gelerntes wieder auf Vordermann zu bringen. Leider kam ihm in seiner Schullaufbahn auch irgendwann der Fleiß abhanden....

So ist also die hiesige Ausgangssituation. Hinzu kommt das neu erworbene Wissen des gestrigen Abends. Es wurde zunächst auf die "Folgen" der Wahl im allgemeinen hingewiesen, welche Möglichkeiten bestehen, wann man...usw. So ist es z.B. an Felix' Schule (das mag an anderen Schulen anders sein!) nur möglich das Latinum zu machen, wenn man es nun in der 6. Klasse wählt, denn in der 11. und 12. Klasse wird Latein nicht weiter angeboten, d.h. wenn man Latein erst in der achten Klasse wählt, fehlen einem zwei Jahre Latein, um ein Latinum nachzuweisen. Fazit Latein macht eigentlich nur Sinn, wenn man es mit Latinum abschließt, oder anders ausgedrückt, wählt man jetzt kein Latein, hat man sich möglichereise etwas verbaut! Ein Argument für Latein ist ja immer: Manche Studiengänge stehen einem nur mit Latein offen. Nur, schauen wir uns doch mal um, beim Studium ist momentan SO viel im Umbruch mit Bachelor und Master usw., glaubt hier wirklich noch jemand an die altbewährten Dinge???? Und außerdem, zur Not gibt es ja auch noch den Latein-Crashkurs während des Studiums - sicher nicht leicht, aber machbar. Warum also überhaupt Latein lernen? Ein gutes Argument der Lehrerin, die Latein präsentierte war: Man setzt sich mit Sprache und damit auch mit dem eigenen Stil auseinander. Man muss sich mit Satzgefügen, Satzbausteinen auseinandersetzen und erfährt dabei eine ganze Menge auch über die deutsche Sprache und Grammatik. Interessant sei natürlich auch die Mythologie, die sich eben auch heute noch in vielen Bereichen wiederfinden lässt. Aber es ist und bleibt eben eine tote, nicht angewandte Sprache. Obwohl die Lehrerin durchaus berichten konnte, das die Klasse 9 letztens ein sehr schönes Theaterstück vorgeführt hätte, in dem die Götter eine Diskussion geführt hätten, ob Otto Rehagel in den Kreis der Götter aufgenommen werden soll? Also, wir sehen, Latein muss nicht nur trockene Theorie sein!

Nun zum Französisch. Dazu muss ich sagen, die Lehrerin die Französisch präsentierte, präsentierte das so, wie die Sprache eben auch empfunden wird: LEIDENSCHAFTLICH!!!
Ihr Hauptargument: Französisch öffnet Perspektiven! Frankreich ist der wichtigste deutsche Wirtschaftspartner und bietet damit spannende Berufsperspektiven. Nur, in einem Land, in dem ein Mann AUSSENMINISTER werden kann, der noch nicht einmal der englischen Sprache mächtig ist, finde ich verliert dieses Argument ein wenig an Halt;-)
"Französisch ist wie ein Joker!", so schreibt eine kleine Broschüre, "Im zusammenwachsenden Europa eröffnet diese Sprache jungen Menschen viele neue Möglichkeiten. Wer die französische Sprache beherrscht, wird von den vielfältigen französischen Partnerschaften besonders profitieren. Nur reicht es da nicht aus, wenn man sich dann erst der 8. Klasse dazu entschließt. Wenn man möchte, kann man ja immer noch bis zum Abitur Französisch lernen und das reicht doch sicher auch aus, um sich nach dem Abitur in Frankreich zu verständigen. Wenn ich nochmal auf mein Niederländisch zurückkommen darf: Ich habe es ja nur drei Jahre gelernt, aber im Prinzip RICHTIG gelernt erst, als ich im Beruf gezwungen war es auch anzuwenden.
Okay, Französisch ab der 8. Klasse wird anderes unterrichtet, als ab der 6. Klasse, die Inhalte sind gestrafft und komplexer - also auch schwieriger...

Soviel also zu den Sprachen. Nun zur Thematik, welches Kind eignet sich für welche Sprache? Gibt es da wirklich Schubladen in die sich unsere Kinder stecken lassen? Nicht ganz, aber ich würde behaupten es gibt gewisse Tendenzen. Ein schüchternes Kind, was wenig aktiv am Unterricht teilnimmt, was schon Hemmungen bei der englischen Aussprache hat, wird sich sicher auch in Französisch schwer tun. Wenn einem Kind die Logik der Mathematik nicht zufliegt, es Zusammenhänge nur schwer erkennen kann und kaum Spaß am Knobeln und Tüffteln hat, dem wird Latein auch sicherlich nicht zufliegen.

Nur, wohin stecke ich Felix? Manche von euch kennen ihn aus meinen Erzählungen, manchen haben ihn auch bereits persönlich kennen gelernt. Felix ist offen, keineswegs schüchtern, was seine Mitarbeit im Unterricht angeht, nun sie ist ein wenig wechselhaft, aber das ist eher davon abhängig, ob ihn ein Thema interessiert. Im Englischen hatte er gewissen Startschwierigkeiten, aber nun nach einen 3/4 Jahr weiß er auch da wie der Hase läuft und bringt bedeutend bessere Arbeiten nach Hause als ich zu meiner Zeit! Auch das Anwenden der englischen Sprache in "frei" erfundenen Texten wird zusehends besser. Aber Felix ist auch ein Analytiker. Er knobelt gerne, und Mathe ist seine große Leidenschaft. Im Deutschen schüttelt er sich Grammatik so aus dem Ärmel und benennt Satzbausteine ohne Fehler. Aber auch seine Merkfähigkeit was Vokabeln lernen angeht ist beachtlich (ICH lerne die nicht so schnell!).
Fazit: Felix ist eben nicht unbedingt so ein Kind, was sich in diese Schubladen stecken lässt. Es gibt Argumente, da würde ich sagen er passt besser zum Französischen, aber dann auch wieder sage ich "klassischer Lateiner", nur ob er die fünf Jahre Ausdauer dazu hat????

Felix hat seine Entscheidung bereits gefällt, aber ich lass euch diesbezüglich noch im Unklaren. Denn ich möchte gerne eure Argumentationen hören. Wie habt ihr euch, oder eure Kinder entschieden. Seid ihr glücklich mit der Wahl, oder quälen eure Kinder sich mit der Sprache herum, so wie ich es vier Jahre getan habe.

So, MEIN Tee ist schon längst zu Ende, euer Kaffee sicherlich auch, oder kalt geworden...aber kürzer ging und wollte ich an dieser Stelle nicht. Eigentlich hätte ich noch viel weiter ausholen können, aber ich denke es ist klar geworden, worum es bei der Entscheidung geht.
Eine Entscheidung für das spätere Leben ist es heutzutage sicherlich NICHT mehr, denn der Wandel der Zeit geht nun mal, im Vergleich zu früher, bedeutend schneller von statten. Und so kann eine Entscheidung die heute getroffen wird, morgen bereits hinfällig sein. Auch darüber sollten wir uns im Klaren sein!

So, ich werde jetzt Fenster putzen und weiter nachdenken, was aus unseren Kindern mal werden wird;-)

Gruß Uschi

Edit: Was ich vielleicht erwähnen sollte: Spanisch wird an der Schule gar nicht angeboten. Niederländisch erst ab Klasse 10 (meine ich zumindest, oder war es doch schon ab der 8.???), DAS wäre für mich ja noch eine GUTE Alternative gewesen;-)

Sonntag, 11. April 2010

Verflixt und FERTIG!!!

Mit dem heutigen Post geht sie zu Ende, die Mitnähgeschichte "Verflixt und mitgenäht" in 8 Teilen.

Im Vergleich zur eigentlichen Nähzeit kam mir das "drumherum" endlos lang vor. 84 Fotos umfasst die ganze Geschichte, und das sind nur die, die auch wirklich in die engere Wahl kamen. Gemacht habe ich gefühlte 300! Immer wieder daran denken ein Foto zu machen, bevor man sich dem nächsten Nähschritt widmet, behindert den Nähfluss doch enorm. Dann noch die Fotos bearbeiten und Text dazu ausdenken, immer dabei überlegend, ob das auch alles so nachvollziehbar ist, was man da schreibt.
Denn sind wir doch mal ehrlich, viele Nähschritte machen wir rein intuitiv ohne noch großartig darüber nachzudenken. Manchen Nähschritt, den ich hier beschrieben habe, lasse ich auch schon mal weg (z.B.das Feststecken der Ärmel in den Ausschnitt, wenn man das Shirt zwei-, dreimal genäht hat, dann weiß man einfach wie man Ärmel und Ausschnitt zueinander dehnen muss!).

Ich hoffe euch hat es ein wenig Spaß gemacht mir über die Schulter zu schauen. Wenn ihr ein bißchen dabei lernen konntet - umso besser! Wichtig war mir dabei, euch zu vermitteln, dass auch bei mir die Shirts nicht aus Zauberhand entstehen und mal eben so locker aus dem Ärmel geschüttelt werden.

So, nun will ich euch aber auch nicht länger auf die Folter spannen. Ihr wollt natürlich das fertige Shirt auch sehen - nehme ich zumindest mal an!?

Hier ist also mein FANÖ:

Genäht in 8 Teilen und 84 Bildern, schon seit einer Woche fertig;-)!

Und wenn ihr wissen wollt warum ich so lachen muss...

...es hat sich jemand versucht ins Bild zu mogeln...

....und der sollte auf Wunsch zweier hier hausender Kinder unbedingt mit auf's Bild;-)

Zum Abschluß noch ein Wort zu meinen Änderungen am Schnitt:

- Dass ich die Ärmel für mich verlängert habe war richtig. So haben sie die richtige Länge!
- Der Halsausschnitt liegt eng an, könnte aber doch beim nächsten Mal ein wenig freizügiger sein
- Die Armweite und der Armausschnitt muss für mich in Gr. XL bleiben - das Shirt selber könnte ich beim nächsten Mal doch in L zuschneiden.
- Das Rüschengummi an den kurzen Ärmel gefällt mir nicht SO ultra toll, beim nächsten Mal würde ich wahrscheinlich doch auf einfache Bündchen zurückgreifen - vielleicht ändere ich das auch noch...


Gruß Uschi (und was nähe ich jetzt???)

Verflixt und mitgenäht...(Teil 8)

Der heutige Teil steht ganz im Zeichen der Entscheidungen.

Wir erinnern uns: Verschiedene Möglichkeiten für eine Stickerei auf das obere Vorderteil standen zur Auswahl. Eine davon ist es geworden und zwar diese hier:


Bei meiner Stickmaschine (Janome 300e) kann ich mir gleich mehrere Motive in den Rahmen laden (ich denke bei anderen Maschinen geht das auch?) und sie zueinander anordnen. Dabei muss man, wenn sie so überlagert liegen wie hier, darauf achten, dass das Motiv, was an unterster Stelle liegen soll, auch als erstes gestickt wird.
Weiterhin habe ich mich entschlossen, das ganze Stickmuster abernicht direkt auf das Shirt zu sticken, sondern auf den Jersey, den ich auch für die Bauchtasche verwendet habe. Diesen spanne ich dann schön ordentlich in den großen Rahmen...

...und setze die Stickmaschine an die Arbeit. Diese Zeit bleibt bei mir jedoch nicht ungenutzt. Zwar sollte man die Stickmaschine nicht unbedingt aus den Augen lassen, aber ein klein wenig kann man schon nebenher vorbereiten, denn im Laufe der Zeit bekommt man auch ein "Gehör" dafür, wenn die Stickmaschine z.B. lustig OHNE Unterfaden weiter stickt;-)

Da waren doch noch die Bänder, die irgendwo in den Weiten meines Nähzimmers liegen müssten. Drei davon sind auserkoren worden und sollen auf der Bauchtasche befestigt werden.


Dazu zeichne ich mir von der Unterkante mit dem Handmaß und Schneiderkreide (oder Markierstift) eine Hilfslinie, damit das Band auch parallel verläuft. So lege ich das erste Band und die Bauchtasche unter die Nähmaschine und nähe es mit Geradstich fest.

Bei den beiden anderen Bänder verlasse ich mich auf mein Augenmaß, da sie nicht SO weit vom ersten Band entfernt platziert werden sollen. So sieht das Ergebnis aus.

Die Stickmaschine stickt immer noch....

... also kann ich die Bauchtasche auch schon mal auf das Vorderteil aufnähen. Dazu markiere ich mit Stecknadeln sowohl beim Vorderteil, als auch bei der Bauchtasche die Mitte und lege beides übereinander.

Nun klappe ich die Nahtzugaben ein und stecke die Bauchtasche rundherum fest. Bevor ich sie endgültig aufnähe, überprüfe ich mit dem Handmaß rundherum nochmal die Maße zu den Außenkanten.

Dann nähe ich die Bauchtasche auf. Die Enden verriegle ich mit einer schmalen Zickzackraupe, aufgenäht habe ich die Tasche mit dem bewährten Dreifach Zickzackstich.


Inzwischen ist die Stickmaschine auch mit ihrer Arbeit fertig und ich löse den Stoff aus dem Stickrahmen heraus. Mit einem Abstand von ca. 1 cm scheide ich die Stickerei heraus und entferne auf der Rückseite so weit es geht das Stickvlies.

Von vorne sieht das dann so aus:


Von der Rückseite besprühe ich die Stickerei nun mit temporärem Sprühkleber (dazu am besten ein Stück Papier unterlegen, denn der Sprühkleber erweist sich bei mir auf der Zuschneideplatte inzwischen an verschiedenen Stellen als SEHR temporär!!!) und bringe sie in Position auf dem Shirt. Der Sprükleber ist in meinen Augen zwar eine recht kostspielige Angelegenheit, aber er ersparte einem lästiges Feststecken und die aufzunähenden Sachen kleben wirklich exakt ohne irgendwelche Fältchen zu bilden - kurz gesagt, bei mir hat er sich einfach bewährt!


Nun kann ich die Stickerei mit einfachem Gradstich aufnähen.


Da ich sonst nichts weiter auf das Shirt drauf nähen möchte, kann ich nun die Ärmel- und Seitennähte schließen. Dazu stecke ich bei den Ärmel die Stellen aufeinander, an denen die Stofffarbe wechselt, so dass dort kein Verrutschen möglich ist.

Ärmel - und Seitennähte schließe ich dann in einem Rutsch mit der Overlockmaschine. Dabei fasse ich (wenn ich daran denke!) in der Seitennaht ein zusammengefaltetes Label von mir mit. Schön sehen hier auch kleine zusammengefaltete Bänderreste aus.

Nun noch die Säume mit der Overlock versäubern, wobei ich als gewissenhafte Näherin, das zuvor verwendete graue Garn, an den Ärmel gegen Pinkfarbenes austausche.
Iiiieeeh, Overlockgarn TAUSCHEN, werden viele von euch jetzt denken.
Warum??? Ich finde das geht doch SO einfach! Die Fäden, die bei der Maschine unten durch die viele Schlaufen und Hebel gehen, schneide ich an den Konen ab und knote dort die neue Farbe an. Dann stelle ich die Fadenspannung dieser Fäden auf Null und ziehe sie vorsichtig durch alle Hebel, Ösen und Schlaufen, bis ich die neue Farbe komplett durchgezogen habe. Fäden einkürzen, Fadenspannung wieder einstellen und schon habe ich mir das Gewurschtel um die ganzen Ösen gespart. Okay, den letzten Faden (ich nähe meist nur mit drei Fäden!!!) muss ich dann noch "von Hand" einfädeln, aber ist DAS so ein Akt???


Wenn alle Säume versäubert sind werden diese noch umgenäht. Dazu ziehe ich das Shirt eben über und überprüfe die Länge an Ärmel und unten. So weiß ich dann ganz genau wie viel ich den Saum, vor allem an den Ärmel einklappen kann.


Die Säume nähe ich von links und zwar in den Ärmel hinein, denn meine Maschine hat keinen Freiarm, aber ich finde so geht es genauso gut. (Bei Kindershirts ist der Freiarm sowieso zu dick für die schmalen Ärmel!). Auch hier merke ich mir wieder eine "gedachte Linie" (blauer Pfeil), an der ich die Kante entlang führe ohne darauf zu achten, was die Nadel macht. So habe ich bei der Saumnaht immer den gleichen Abstand zu Kante.


Nun noch den Saum von Vorder - und Rückenteil....


...und das Shirt ist fertig!

Es folgt die Anprobe und gutes Licht für gescheite Fotos. Das kann manchmal dauern, so lange, bis es hier wieder heiß:

Verflixt - jetzt ist es FERTIG!!!

Gruß Uschi