Sonntag, 29. April 2012

Ich gebe es zu...

 ...ich bin ein "Ringelpingel"...lach, das soll heißen, wenn ich Ringel-/Streifenstoffe vernähe, dann bin ich richtig pingelig.

Die Streifen müssen in der Seitennaht übereinstimmen...ich mag das gar nicht, wenn das nicht passt.
Nun, damit das passt müssen aber die Ringel/Streifen bereits beim Zuschnitt bereits genau auf einander treffen und so mancher Stoff hat mich da schon echt zur Verzweiflung gebracht.

Besonders wenn die Streifen SO fein sind, das einem nach kurzer Zeit alles vor den Augen verschwimmt. Auch beim beliebten Campan kann man sich beim "Stoffbruch legen" schon mal gerne um einen oder gar mehrere Ringel nach oben oder unten vertun, und schwupps passen die Ringel nicht nur in der Seitennaht nicht mehr übereinander, nein schlimmer noch, sie laufen dann auch noch schräg!!!

Nun habe ich mir eine Technik ausgedacht, die das in den Stoffbruch legen mir zumindest ein wenig erleichtert...ich dachte...das ist sicher auch für euch interessant.

Und so gehe ich vor:

Ich stecke am Rand des Stoffe Stecknadeln im Abstand von ca. 10 cm, hier in die dunklen Streifen.

Dann nehme ich eine weitere Stecknadel, "fahre" damit den Streifen entlang bis ich die volle Breite des Schnittteils erreicht habe und stecke dort eine zweite Nadel in den dunklen Streifen.

Nun lege ich den Stoff in den Bruch, so dass die Nadeln genau übereinander liegen und somit auch die Streifen genau aufeinander passen.
Dann nur noch das Schnittteil auflegen und zuschneiden!
So stimmt nun immerhin die Ausrichtung der Ringel/Streifen auf dem Schnittteil und es wird nicht mehr schräg.
Beim Zusammennähen stecke ich mir dann entsprechen von Armausschnitt bis Saum die Ringel/Streifen ordentlich aufeinander und da ich ja genau zugeschnitten habe, erlebe ich so nun auch keine Überraschung mehr, dass ich am Saum einen, zwei, oder gar mehr Ringel plötzlich zu viel habe;-)

Wenn ihr eine bessere, andere, schneller Methode habt, lasst es mich ruhig wissen!



Gruß Uschi

P.S.: Ich überlege gerade - ist pingelig vielleicht nur ein Wort was in unserer Region benutzt wird?  Falls ja, dann wäre die Übersetzung von pinglig dann "kleinlich" oder "SEHR genau" ;-)

Donnerstag, 26. April 2012

Ich bin gerüstet!

Also wenn die Gartensaison dann demnächst so richtig losgeht, also ich meine WENN, und eben so RICHTIG, und nicht immer nur spurtend zwischen zwei Regenschauern, nun dann bin ich immerhin schon mit einem hübschen Gärtnerschürzchen gerüstet.
Das wollte ich immer schon mal testen, denn, ihr kennt das sicher auch: Da wühlt man sich so durch den Garten gräbt hier, schneidet da, buddelt was ein und harkt was zusammen. Und? Was sucht man immer? Genau, die Gartenhandschuhe und die Gartenschere! Aber damit ist nun Schluß, die finden ab sofort nach Gebrauch ihren Platz in der Gartenschürze nach dem Ebook "Maria und Mariechen".
Schnell genäht und bestickt mit den "Zwergenfreunden" von der Black Sheep Company Die Zwergenfreunde gibt es seit heute natürlich bei Kunterbunt-Design im Shop! Und YEAH!!! Ich habe meine Stickmaschine wieder und durfte wieder mitmachen beim Probesticken!
Gruß Uschi P.S.: Also das Einfügen und Positionieren hier in der neuen Version nervt nur!!! Sorry also in den kommenden Tagen für das mehr als bescheidene Layout!

Mittwoch, 25. April 2012

Der Sommer lässt ja noch auf sich warten,...

...also hab' ich nochmal schnell eben einen Kuschel-Überzieher nach Onion 1045 genäht.

Aus tollem Doppel-Wollwalk, so richtig zum reinlümmeln.
Und selbst wenn der Sommer schneller kommt als gedacht, dann leistet er sicher an kühlen Abenden noch gute Dienste!

Der Schnitt ist übrigens SUPER!!! Sitzt bei mir perfekt, da werden sicher noch einige Modelle folgen.

Die Katze straft uns mit einer unglaublichen Ignoranz und bösen Blicken...aber immerhin, sie frisst!

Gruß Uschi

P.S.: Kann mir man einer erklären wie ich hier bei der neuen Bloggerversion die Bilder wieder zentriert bekomme? Ich kann hier zentriert angeben und immer landet das Bild links am Rand, egal ob ich beim Bild sage "zentriert" oder beim Text! Tipps irgendjemand???
Ach und die Rechtschreibprüfung taugt ja wohl auch nicht...den SO viel kann ich gar nicht falsch schreiben wie hier angezeigt wird?!?!!

Schnitt: Onion 1045 (Gr. L, Ärmel 4 cm verlängert)
Stoff: Doppelwollwalk von Hilco
Stickdatei: Celtic Birds

Montag, 23. April 2012

So eine Aufregung...


...am frühen Morgen!
Hmmmmm....das duftet hier SO lecker nach Thunfisch! ("KATZE!!! Falsche Seite!!!!")
Hmmmm....lecker Lachspastenkleckschen...schleck, schleck, KLAPP!!!

Drin ist sie und schon beim Tierarzt abgegeben. Nun heißt es warten!

Gruß Uschi

Edit: Die Katze ist wieder hier. Noch in der Transportbox bis heute Abend, dann darf sie im Keller schnuppern. Laut Tierarzt ist sie fit, im Moment aber ziemlich aufgeregt. Wenn wir sie in 10 Tagen wieder eingefangen bekommen werden die Fäden gezogen und die Katze noch entwurmt und entfloht. WENN...????

Sonntag, 22. April 2012

Ich kann jetzt swingen!

Hach schön war's!
Anfangs mit höchster Konzentration gearbeitet, sich dann an die "Melodie" und den "Takt" gewöhnt und zum Schluß konnten wir die "Strophen" dann schon fast auswendig.


Liebe Silvia, vielen Dank für's gesellige Beisammensein und den tollen Workshop. Kann ich nur empfehlen!

Gruß Uschi

Blognachbarschaft....

...im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn ich gehe heute nur ein Dorf weiter, um mit dieser Bloggerin (die ein paar VIELE Dörfer weiter wohnt) bei dieser Bloggerin das Stricken zu lernen.

Hä, wie jetzt? Die Uschi kann doch Stricken werdet ihr nun sagen!
Ja, kann ich auch, aber ich will dieses Stricken hier lernen, weil das sieht ja schon toll aus was man da so mit zaubern kann! Sowohl bei kleinen Projekten, als auch bei mittleren, als Socken oder aber auch als Tuch....hach, ich seh' schon ungeahnte Möglichkeiten <s>wenn man denn mal genug Zeit hätte</s>

Und diesen Post darf ich gar nicht lange ansehen...den ich fürchte ich komme arm nach Hause!

Gruß Uschi

...die Katze sitzt übrigens nun schon seit geraumer Zeit auf der Terrasse und wartet und wartet und wartet...und versteht die Welt nicht mehr, warum es denn heute nix zu futtern gibt;-)



Freitag, 20. April 2012

Und dann war da noch...

...diese Katze.


Im vergangenen Herbst war sie auf einmal da...bei einer heftigen Regenschauer hatte sie Zuflucht gesucht unter unserem Auto, mit ihren zwei Kleinen. Abgemagert, ungepflegt, scheu mit mangelndem Zutrauen zu allem was auf zwei Beinen läuft.

Wir vermuten, irgendjemand hat sie bei uns hier im Weihergebiet mit ihrem Nachwuchs einfach ausgesetzt.
Im Kühlschrank fand sich noch etwas Essbares für sie und so kam sie wieder, anfangs nur alle paar Tage, später dann, als ich dann richtiges Katzenfutter besorgt hatte immer öfter, inzwischen beinahe täglich, um ihre Portion Zuneigung in Form eines frisch gefüllten Fressnapfes zu bekommen. Ihren Nachwuchs haben wir noch ein paar mal gesehen, aber ich fürchte sie haben den Winter nicht überlebt.

Scheu ist sie immer noch. Wir kommen max. einen halben Meter an sie heran, streicheln ist undenkbar! In Ruhe fressen kann sie auch nur, wenn die Terrassentüre geschlossen ist und sie uns hinter Glas geschützt weiß.

Immer wieder dachte ich darüber nach dieses Tier mal zum Tierarzt zu bringen...nur wie?
Mit einem Trick haben wir sie mal ins Wohnzimmer gelockt und mittels Bindfaden die Türe ganz vorsichtig, aber schnell hinter ihr zugezogen. Da wurde sie von solch' einer Panik ergriffen, dass sie uns mehrmals gegen die Scheibe gesprungen ist.
Danach war sie beleidigt und hat erst mal eine gute Stunde hinter einem Blumentopf in der Ecke geschmollt, ließ aber auch keinen von uns an sich heran...


Nachdem sie dann gemerkt hat, dass wir die Türe schon längst wieder geöffnet hatten, zog sie hoch erhobenen Hauptes wieder von dannen und wurde eine ganze Woche lang nicht gesichtet.
Aber unsere Futtergaben waren wohl doch zu verlockend und der Winter doch zu kalt, als dass sie uns nicht verziehen hätte.

Aber dennoch, das Tier MUSS zum Arzt! Insbesondere deshalb, weil sich neben der Katze hier nämlich diverse Katerchen ein Stelldichein in unserem Garten geben.
Nun habe ich in den letzten Tagen einen sehr netten Kontakt zu einer Frau vom Tierschutzverein knüpfen können. Dort werde ich heute Mittag eine Katzenfalle abholen.

Der Plan ist: Wir werden ihr in den nächsten Tagen nichts mehr zu fressen geben und so wird sie dann am Montagmorgen hoffentlich schön brav das tun, was man von ihr verlangt, nämlich richtig dumm in die Falle tappen;-).
Danach zum Tierarzt, sterilisieren, impfen, entwurmen und was es da sonst noch gibt.
So weit so gut!
Nur eine frisch operierte Katze sollte nicht direkt wieder in die freie Natur! Also wird sie 10 Tage hier bei uns im Haus ausharren müssen.
Leider geht das aufgrund der Tierhaarallergie meines Mannes auch nur in einem Kellerraum, was aber laut Tierschützerin allemal besser ist, als wenn sie sich draußen alles wieder aufreißt.
Also werde ich es ihr im Keller mal gemütlich einrichten und mal schauen wie sich eine sonst frei lebende, sicherlich über weite Strecken herumstreunende Katze in unserem 20 m² großem Keller so verhält. Drückt mir also die Daumen, dass das alles so klappt wie wir uns das denken!!!
Und wenn jemand Tipps hat, wie man eine scheue, vermutlich randalierende Katze nach 10 Tagen wieder in eine Kiste bekommt, damit wir zum Fäden ziehen nochmal zum Tierarzt können, dem wäre ich sehr dankbar!!!

Und wenn wir danach diesen Anblick weiter genießen können und sie uns die ganze Aktion nicht furchtbar krumm nimmt, dann weiß ich, dass auch Tierliebe sich immer auszahlt!

Gruß Uschi (ein wenig aufgeregt und besorgt!)

Donnerstag, 12. April 2012

Was man beim Aufräumen alles so findet?!

Okay, es hat jetzt auch nur knapp ein Jahr gedauert bis ich mal dazu gekommen bin DAS hier auszuprobieren!
Letztes Jahr im März auf der Creativa gekauft, uni T-Shirt auch längst mal besorgt und gestern dann im Kleiderschrank wiedergefunden...


Ein bisschen Übung brauche ich noch, vor allem was die Farbmengen angeht, da war ich noch ein wenig zu zaghaft.

Aber dennoch - mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Und vor allem: Es geht schneller als ich dachte und es war natürlich mal wieder absoluter Quatsch das so lange vor mir herzuschieben!
Wenn ich jetzt nur wüsste ob ich noch andere Farben gekauft habe...und wenn ja, WO die dann hingekommen sind?

Gruß Uschi

Mittwoch, 11. April 2012

Auch wenn es noch lange hin ist...

...mit dem Sommer! Das passende luftig, leichte, Flattertäschchen für den Sommer habe ich schon.

MARIbella heißt die Sommertasche, bunt gepatched ein tolles Resteobjekt, nicht gepatched ruckzuck genäht und aus dünnen Sommerstoffe kann sie sich so klein machen, dass sie in jeder anderen Tasche für evtl. Spontankäufe immer parat ist.

MARIbella wird immer wieder anders und kommt mit vielen Variationen daher: groß oder klein, mit oder ohne Klappe, in der kleinen Form mit oder ohne Reißverschluss, mit oder ohne aufgesetzte Tasche...ganz wie ihr es wünscht!

Ich habe mich für die gepatchte Variante entschieden mit aufgesetzter Tasche vorne. Und weil ich mich, was die Farbgestaltung angeht aber nicht so recht entscheiden konnte, mein Taschenhaken aber inzwischen überquillt habe ich Maribella als Wendetasche genäht. Denn auch das geht prima, weil die Schnittkanten oben mit Schrägband eingefasst werden und die Tasche so keine weitere Wendeöffnung braucht.
So kann ich meine Maribella nach Lust und Laune drehen und wenden wie ich möchte;-).

Lieber so...


...oder eher so?


Holt auch ihr euch den Sommer, äh, MARIbella ins Haus. Ab morgen als Ebook bei farbenmix im Shop.

Ach ja und falls einige von euch hier die übliche Ankündigung irgendwelcher Stickdateien vermissen, das liegt nicht daran, dass es momentan nichts zu sticken gäbe, nein, nein, das liegt daran, dass meine Stickmaschine immer noch in Kur ist und hoffentlich bald gut erholt wieder heim kommt. Aber dennoch lasst euch sagen auch bei Kunterbunt-Design gibt es morgen wieder hübsche Neuigkeiten zu entdecken.

Gruß Uschi

Montag, 9. April 2012

Das WIP Osterei!

Wie versprochen starten wir heute mit dem WIP Osterei.
Ich zeige euch in vielen kleinen Schritten wie ich die "Geldbörse" von Traumschnitt genäht habe, was mir dabei auffiel und was ich beim nächsten Mal anders machen würde.

Ich versuche mich möglichst kurz zu fassen;-)

Also los geht es, die Schnittteile (die man übrigens tatsächlich mit drei ttt schreibt;-)) sind ausgeschnitten und liegen parat. Das Ebook drucke ich mir immer aus (weil: isch 'abe gar kein Pad!) und lege es mir griffbereit daneben. Bevor ich nach einem Ebook nähe, lese ich mir das Ebook immer einmal komplett durch und versuche alle Schritte schon mal gedanklich nachzuvollziehen. Das gelingt mir nicht bei jedem Ebook...manchmal muss man dem Autoren auch einfach vertrauen, dass das Alles so seine Richtigkeit hat.
Bei den Schnittteilen habe ich mir die Falt-Markierungen schon so gefaltet, wie auch später der Stoff gebügelt werden soll:

(alle Bilder lassen sich übrigens noch größer klicken!!!)

Bevor ich Zuschneide vorsichtshalber noch mal einen Blick ins Ebook, um zu schauen wieviel Nahtzugabe man zugeben muss, oder ob sie evtl. in den Schnittteilen schon enthalten ist.

Huch! Was ist das? Da muss man aber aufpassen, dass man das behält!


Zwei Schnittteile werden an den langen Seiten mit 1 cm NZ zugeschnitten, die restlichen Teile mit 0,5 cm - GUT dass ich doch nochmal nachgeschaut habe!

Da die Geldbörse bis auf ein Teil ausschließlich aus rechteckigen Teilen besteht, schneide ich diese mit dem Rollschneider und Lineal zu. Dazu messe ich die Schnittteile aus, notiere mir das Maß inkl. NZ auf dem Papierschnitt und schneide alle Teile direkt auf Maß zu.


Das Schnittteil 4 lasse ich zunächst aufgesteckt und auch den Bogen schneide ich noch nicht weg, das Teil bebügel ich auch nicht mit Vlieseline, weil es dient nur der Zierde. Da würde die Vlieseline die Naht später nur unnötig dicker machen.
Alle anderen Teile wie angegeben bebügeln, also das "äußere Geldbörsenfach", also das was nachher wirklich außen ist wird mit Vlieseline H 640 versehen.
Das ist dieses aufbügelbare Volumenvlies...wie ich JETZT auch weiß...ich, äh, nahm nämlich Schabrakeneinlage, weil DIE war nun mal Ostersamstag grad im Haus (geeeeeeht auch, lässt sich nur schlecht wenden und ist vom Griff her eben fester).


Beim Kartenfach habe ich gleich schon die Markierungen umgebügelt...ein "Tal" in der Mitte und zwei "Berge" außen. Die beiden Innentaschen habe ich auch schon umgeklappt und gebügelt.

Die Kanten vom Kartenfach und den beiden Innentaschen habe ich mit Zierstich abgesteppt, fand ich erstens schöner und zweitens dachte ich gibt das an der Kante noch zusätzlichen Halt.
Das Kartenfach wie angegeben auf einer der Innentaschen am Rand aufsteppen.


Nun kommt das RV-Fach. Ich übertrage mir die Markierung für den RV auf den Stoff...


...und klebe den RV mit den Zähnchen nach unten liegend mit Stylefix an die Kante. Der Endstopper des RVs ist bündig mit der Markierung.


Die RV-Ecke zur Kante hin wegklappen nochmal Stylefix aufkleben und das zweite RV-Fachteil rechts auf rechts aufkleben und Reißverschluss einnähen. Sinnvoll ist hier übrigens ein RV der lang genug ist, denn so ist der Zipper nicht im Weg;-)


Wenden, den RV schön herausarbeiten und von rechts absteppen. Das RV-Fach nun an den angegebenen Markierungen umbügeln und die "Berg"kante schmal absteppen.


Das sollte (trotz schlechter Bildqualität, seufz!) dann so aussehen:


Nun kommt das Schnittteil 3 (RV-Fach hinten) ins Spiel. Das wird links auf rechts (d.h. beide guten Seiten zeigen noch oben!) an die obere Kante der RV-Fachs gesteckt. Dabei müssen die Kanten, die hier links im Bild sind, bündig miteinander abschließen und an der RV-Seite sollte (muss!) das hintere Rv-Fach mind. 1, 5 cm überstehen!


Wenn man das Ganze dann mal von der anderen Seite betrachtet sollte das so aussehen:

Sollte da nun bei euch nicht so viel überstehen, dann müsst ihr das "RV-Fach hinten" noch ein wenig in Richtung RV rüberschieben und die Kanten an der gegenübeliegenden Seite abgleichen in dem ihr dort 'was vom RV-Fach wegschneidet (ich hoffe das ist verständlich?).

Hinteres RV-Fach nun annähen, um die Naht drumherum klappen, Kante schön ausarbeiten und so absteppen, dass die NZ verdeckt wird, also im Inneren des RV-Fachs später nicht zu sehen ist.


Wenn man das RV-Fach nun aufklappt sollte das von "innen" nun so aussehen:


Links das Teil mit dem einsetzten RV, rechts das hintere RV-Fach.
Im nächsten Schritt wird die andere Seite des RVs befestigt. Dazu wird das RV-Fach wieder zugeklappt und mit der Kante bündig an das vorbereitete Innenfach mit dem Kartenfach gelegt:

(hier im Bild ist das RV-Fach um einige cm nach unten geschoben um zu zeigen, welche Kanten bündig sein sollten)

Liegen die Kanten gut übereinander, wird das RV-Fach an der linken Seite mit Zickzackstich befestigt...


...an die Kante rechts wird Stylfix aufgeklebt und das noch nicht festgenähte RV-Stück festgeklebt. Über die Zickzacknaht ein Webband nähen. Oben am Rand entweder 1 cm umschlagen oder mit einem Feuerzeug das Ende versiegeln.

An der rechten Seite wird der RV ganz knapp neben den Zähnchen festgesteppt. Es sollten auf jeden Fall das hintere RV-Fach und das Innenfach gut mit der Naht mitgefasst werden!!! (daher würde ich hier beim nächsten mal diese Teile deutlich länger zuschneiden! - Dann ist es nämlich einfacher...was dann zuviel ist kann man nachher besser abschneiden, aber was hier zu WENIG ist, kann ich leider nicht dranflicken:-().

Von hinten betrachtet ist zu sehen, dass mit der Steppnaht auch das Innenfach mitgefasst wurde (aber eben sehr knapp - ich fürchte, bei täglicher Beanspruchung wird das hier früher oder später ausreißen:-()

Jetzt wird das zweite Fach noch untergelegt. Dabei sollte der Rand des Innenfachs mit der RV-Kante bündig abschließen.

Diese Lagen alle zusammen auf das innere "äußere" Geldbörsen Schnittteil legen...

...und feststeppen. Ein Stück Webband Mit Stylefix versehen und über die RV-Kante kleben. Webband annähen (der RV-Zipper ist dabei weit nach unten geschoben und so nicht im Weg!)


Zipper nach oben schieben und die Lagen der inneren Geldbörsenteile auf der NZ knappkantig feststeppen. Der RV wird damit auch verriegelt und kann im Anschluss abgeschnitten werden.

Das Schnittteil 4, Verzierung hatte ich noch auf dem doppellagig rechts auf rechts gelegten Stoff aufgesteckt gelassen. So kann ich nun den Bogen mit einem Trickmarker (oder Schneiderkreide) nachzeichnen und habe ein genaue Linie auf der ich entlangnähen kann.


Erst danach schneide ich den überstehenden Stoff knappkantig ab.


Dann auf rechts wenden, die Kante schön herausarbeiten, bügeln und den Bogen an der Unterseite mit Stylfix bekleben...

...Zackenlitze oder Borte unterlegen und die Kante von rechts knappkantig absteppen.
Die Verzierung auf das Schnittteile "äußere Geldbörse" legen.

(da das "äußere" Geldbösenteil an der langen Kante mit 1 cm zugeschnitten werden soll, muss die Verzierung hier mittig ausgerichtet werden, denn hier wurde ja nur 0,5 cm NZ berücksichtig!)

Verzierung knappkantig auf der NZ feststeppen. Druckknopf an der dafür vorgesehenen Stelle (gegenüber der Verzierung!) einschlagen. Beide Geldbörsenteile nun aufeinanderlegen. Die Seite mit dem Druckknopf muss dabei auf dem Kartenfach liegen! Ich habe mir rundherum die Nahtlinie eingezeichnet, damit ich beim Nähen daran denke, dass ich die langen Seiten mit 1 cm, die Kurzen mit 0,5 cm NZ nähen muss. Alles gut zusammenstecken und nähen. Die Wendeöffnung von ca. 6 cm lässt man möglichst an einer Stelle wo die beiden Schnittteile 1 (Geldbörse außen) aufeinanderliegen.


Dann die Geldbörse wenden (mit Schabrackeneinlage klappt DAS nicht so gut - fluch, kreisch - also nicht zu empfehlen...war aber ja mein Fehler;-)), die Ecken und Kanten mit einem spitzen Gegenstand (Esstäbchen) herausarbeiten, alles ordentlich bügeln und VORSICHTIG von außen absteppen. Ich muss ehrlich sagen...angesichts der vielen Stofflagen, die DA übereinander liegen, habe ich selbst mit meinem Arbeisttier (Janome MC 6600) geschwitzt und jederzeit mit einem Nadelbruch gerechnet. An den ganz dicken Lagen habe ich wirklich nur mit minimaler Geschwindigkeit genäht...

Aber, ich kam durch und zu einem Ergebnis, wenn auch mit blöd schrägem Kartenfach:-(

Egal, sieht man zum Glück nicht, wenn's zu ist;-)! Druckknopfgegenstück noch positionieren und einschlagen...


Fertig!

Was mir beim Nähen auffiel:

- etwas ungewöhnlich finde ich die unterschiedlichen Angaben zur Nahtzugabe

- alles in allem kommen einige Stofflagen zusammen, und wenn ich bedenke, dass ich Schabrakeneinlage anstelle von Volumenvlies (was ja noch mehr Dicke mit hineinbringt) benutzt habe, habe ich so meine Zweifel, ob das jede Nähmaschine so schafft

- die Verzierung muss meiner Meinung nach nicht unbedingt mit Vlieseline verstärkt werden

- zwischen RV-Fach in innerem Fach ist beim Nähen (zumindest bei mir?!) ein weiteres Fach entstanden, zwar praktisch, aber dort schaut man auf die Vlieseline...

...ich bin das Ebook nun noch dreimal durchgegangen und habe geschaut, ob ich irgendwo einen Nähschritt übersehen habe. Aber ich kann nichts finden. Wenn ihr mich eines besseren belehren könnt, dann wäre ich dankbar!
Ich bin mir noch nicht sicher, ob mich das stört...oder ob es womöglich Kunden stört, für die ich die Geldbörse nähen würde.

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde:

- Schnittteil Innentasche würde ich mit anderen Maßen zuschneiden (besser 18,5 cm x 23 cm und das Hintere 18,5 cm x 18 cm), das Vordere würde so besser vom RV mitgefasst, das hintere würde ich unten an der offenen Kante versäubern und nicht mit in der Außennaht mitfassen, so hätte man immerhin schon 2 Stofflagen weniger, durch die man später durchsteppen muss und eine versäuberte Kante, die in den Tiefen der Geldbörse zu sehen ist würde mich jetzt nicht stören.

- Schnittteil 3, RV-Fach hinten würde ich auch größer zuschneiden (10 cm x 13,5 cm). Auch hier aus dem Grund, dass es so einfacher ist vom RV mitgefasst zu werden. Was evtl. übersteht kann man hier ja besser abschneiden.

- Schnittteil 6, Kartenfach würde ich anders falten und daher kürzer zuschneiden (32 cm x 9,5 cm). Ich würde es so falten, dass nur die vordere Stofflage später in der Außennaht mitgefasst wird (wieder mind. 1 Lage weniger Stoff an der Unterkante und Ecke zum durchsteppen)

- das RV-Fach würde ich beim nächsten Mal irgendwie anders konzipieren, damit man nicht dieses Fach bekommt, wo man auf die Vlieseline schaut. Ich weiß noch nicht wie, aber mir schwebt so vor, dass man es direkt mit dem inneren Kartenfach verbindet und die Kante evtl. mit Schrägband einfasst. So hat man in der Außennaht wieder eine weitere Lage Stoff weniger.

Fazit: Die Geldbörse ist sehr gut durchdacht! Sie verfügt über ausreichend Fächer für Karten, Quittungen und Geld und liegt gut in der Hand.
Wenn man alles Schritt für Schritt abarbeitet, die unterschiedliche NZ berücksichtigt kommt man zu einem guten Ergebnis.
Nähanfängern würde ich empfehlen die Geldbörse zunächst mit weniger Stofflagen zu nähen, also ein Innenfach weglassen und evtl. nur ein Kartenfach einzubauen.
Grundsätzlich würde ich erstmal ein Probemodell aus Stoffresten nähen, um den Aufbau zu verstehen und erst dann ein Modell aus Lieblingsstoffen zuschneiden.

Ich hoffe ich konnte mit diesem WIP-Osterei ein paar Fragen aus dem Weg räumen und es hat euch ein wenig Spaß gemacht bis hierher mitzulesen.

Gruß Uschi