Freitag, 31. Mai 2013

Das Nützliche mit Sinnvollem verbinden,...

...so lautete letztens die Devise in meinem Nähkämmerchen.

Wie vielen ja schon bekannt ist, gibt es auf der farbenmix Seite ganz viele tolle Anleitungen und selbst ich, die ja doch schon viel Nähzeit hinter sich gebracht hat, ja auch ich schaue da immer wieder mal gerne rein, um doch noch auf so manche neue Anleitung zu stoßen oder immer wieder mal nachzulesen: Wie ging das doch gleich mit dem Hosenreißverschluss!"

Dabei stellte ich letztens fest...es gibt inzwischen über 20 Tipps, um runde Säume einzufassen, auch das Einfassen mit Schrägband wird gut erklärt, aber was mache ich, wenn ich die Kante meines Kleidungsstück ohne Akzente (also ohne Schrägband oder Borte) verarbeiten möchte.
Dann kann man nämlich auf die Versäuberung mittels Beleg oder Besatz zurückgreifen...aber oha...dazu gibt es ja noch gar keine Anleitung?!

Also, dachte ich mir, sicherlich gibt es noch mehr Interessierte die gerne wissen möchten WIE man in so einem Fall vorgeht, vor allem, wenn der Schnitt gar keine Belegverarbeitung vorsieht und der Beleg also erst mal auf Papier erstellt werden muss.
Und da ich dabei nicht einfach nur ein Stück Stoff bearbeiten wollte, sondern zum Schluß etwas Sinnvolles in Händen halten wollte, habe ich Julias Wuffi neu eingekleidet;-)


Wuffi kam also in den Genuss eines neuen Jäckchens, dessen Kante und Halsausschnitt komplett mit Beleg versäubert wurde.

WIE man das macht, das habe ich in einem kleinen Tutorial festgehalten. Und damit das Tutorial in meinem Blog nicht verloren geht, ist es inzwischen auf der farbenmix Seite eingebaut worden.

Das Tutorial findet ihr HIER unter Belegverarbeitung. Ich hoffe es gefällt euch und ihr kommt damit zurecht.

Gruß Uschi

Mittwoch, 29. Mai 2013

"Berg"fest in der Eifel

Im Rahmen der Vorbereitungen zu den Vierdaagsen ging es für uns Flachlandwanderer am Samstag in die Eifel, um ein wenig "Hügeltraining" zu absolvieren, denn der dritte Tag der Vierdaagsewanderung geht rund um Groesbeek und ja, Groesbeek hat Berge, sogar sieben an der Zahl. Nach den Erfahrungen des vergangenen Wochenendes würde ich jedoch sagen, die Berge sind hier wohl doch eher Hügel;-).

Am frühen Samstagmorgen ging es los, erstmal zum Bahnhof nach Kleve, denn um in der Eifel zu wandern, muss man ja erst mal von hier aus dorthin kommen.





Und weil man von Kleve nicht direkt in die Eifel kommt, mussten wir auf der gesamten Strecke viermal umsteigen, teilweise mit etwas Wartezeit, die wir für ein wenig Sightseeing genutzt haben...


...einmal schnell raus aus dem Bahnhof, davor stehen, Kopf recken, und staunen....


...boah, ist der hoch!

Und wieder rein in den Zug, denn wir wollen ja einen Teil dieser Route laufen...


...und zwar 20 km von Kreuzau nach Abenden. Nach 3,5 Stunden Zugfahrt erreichten wir also unseren Ausgangspunkt und machten uns auf den Weg, durch lauschige Birkenhaine...


...vorbei an Feldern und Wiesen...


...immer wieder mal an der Rur (die ohne "h") entlang,...


...was dann auch bei der Querung des Flusses erst nochmal vom begleitenden Lehrer erklärt wurde.


Wir wissen nun also, die Rur hat nichts mit der Ruhr und dem Ruhrgebiet zu tun, nein, es handelt sich dabei um einen völllig anderen Fluss, der zur Freude der niederländischen Teilnehmer in Roermond (NL) nämlich in die Maas fließt. Und um den Kreis zu schließen, an der Maas wird man dann am dritten Tag (den mit den Hügeln;-)) der Vierdaagse wieder vorbeiwandern und sich sicherlich noch an das Gelernte und den Eifeltag erinnern. Zu diesem Zeitpunkt fragten wir uns jedoch noch "welche Hügel" überhaupt, die bis dato gelaufenen Kilometer gingen doch eher flach entlang des Ufers und waren doch recht flott zu bewältigen? Aber, dass sollte sich gleich an der nächsten Biegung ändern, denn da ging es doch stetig bergan...


...die Wege wurden steiler und den Teilnehmern wärmer...



Nach kurzer Zeit gewannen wir ordentlich an Höhe und konnten auf Obermaubach und das Staubecken der Rur hinabblicken.


 Zeit für eine kurze Rast.


Aber, der Weg ist noch weit, also geht es weiter, mal auf breiten Wegen...


...und dann plötzlich auf schmalen Stegen, beinahe kletternderweise hinauf (keuch, schnauf, Fotos des Weges nicht möglich;-)), bis nach ganz oben...


...kurz verschnaufen und weiter, durch verwunschene Wälder mit ulkigen Felsformationen...


...bis zum Ort Nideggen, in dem wir die Zeit für eine Besichtigung des hübschen 700 Jahre alten Städtchens gehabt hätten, wäre da nach 15 km nicht doch das sehnliche Verlangen nach einem Sitzplatz und einer Erfrischung gewesen ;-)


Das Ziel war jedoch noch nicht erreicht und der Vermutung des begleitenden niederländischen Lehrers "ab jetzt ginge es nur noch geradeaus", konnte ich nicht so recht Glauben schenken. Von Nideggen bis nach Abenden waren es zwar "nur noch 5 km", aber davon gingen mindesten 2 km stetig berab und "gefühlte" 7 km wieder stetig bergauf (keuch, schnauf, Fotos des Weges nicht möglich;-)), was dann am Ende jedoch mit einem tollen Ausblick auf Abenden belohnt wurde.


Guckt mal...da...nein...dahaaaa...ist der Bahnhof...da müssen wir hin!


Von hier aus trieb uns dann also die Gewissheit, nur noch bergab laufen zu müssen, an und wir erreichten 20 min später unser Ziel...


Die Aussicht nun noch 4 Stunden (diesmal mit längerem Aufenthalt in Düsseldorf) mit dem Zug nach Hause zu fahren, behagte uns zwar nicht, aber die Aussicht 4 Stunden die Füße kaum noch bewegen zu müssen war doch recht verlockend;-)

Dieses Bild ist für mich übrigens eines der schönsten Bilder des Tages: Julia, als übrigens JÜNGSTE ausländische Teilnehmerin (von insgesamt 42000!) der Vierdaagse, am Ende des Ziels!


Und die Erkenntnis der Eifeltour: Die Eifel hat Berge, zumindest für uns Flachlandwanderer! Und 20 km in der Eifel laufen sich mal nicht so locker flockig wie 20 km am Niederrhein. Aber es war toll auch mal ein anderes Gebiet zu durchwandern! Und es war toll wie alle Teilnehmer diese Route gemeistert haben! Somit können wir mit gutem Gefühl auf unser Bergfest zurückblicken.
Hatte ich doch anfangs Bedenken, dass so manch ein Wanderer die Vierdaagse nicht schaffen würde, so bin ich inzwischen doch recht zuversichtlich!

Gruß Uschi


Montag, 27. Mai 2013

Eine zweite Sporttasche...

...wünschte Felix sich, damit er aus seiner ersten Tasche nicht jedesmal alles rausräumen muss, wenn wir montags zum Schwimmen fahren.
Solche Wünsche erfülle ich doch gerne...außerdem...ich habe schon laaange keine El Porto mehr genäht...wird doch mal wieder Zeit!

Im Nähzimmer lag noch ein wenig von dem Bundeswehrzelt, ein fester, aber nicht zu dicker Stoff, der sich hervorragend für Taschen eignet. Hinzu gesellte sich noch ein sehr gut gehütetes Camouflageschätzchen (nachfragen zwecklos...ich habe nur noch einen kleinen Rest und den gebe ich nicht her), ein weinroter Cord, Fitzelchen eines Stoffes vom Stoffmarkt in Doetinchem und für innen beschichtetes Wachstuch, weil es ja eine Schwimmtasche werden soll.
Das ging noch relativ schnell...die Feinarbeit hingegen, die zog sich wieder ein wenig in die Länge...hier noch ein Band, da noch eine Stickerie, oh ja ein Schriftzug wäre toll! Und wieder kommt man sich vor, wie ein Künstler der hier und da noch einen Pinselstrich führen muss, bis er sagen kann: "Ja, Werk vollendet!"

Und ja, auch ich habe mein Werk vollendet und bin SEHR zufrieden. Wenn man beim Nähen irgendwann denk: "JA, das wird gut...!", das mag ich sehr, ist hier in Nähzimmer aber leider auch nicht immer der Fall!

Hier also Felix' neue, zweite Sporttasche:





Und bevor nun Fragen aufkommen, woher denn das...


....kommt? Das habe ich mit dem Drucker groß ausgedruckt (Zeichensatz impact in 350 pixel), dann auf die Tasche übertragen, als Negativapplikation weiterverarbeitet, und kräftig mit Neongarn dreimal umstickt.


Und weil dieser kleine Kerl hier...


...inzwischen so groß und heute 14 Jahre alt geworden ist, packe ich die Tasche jetzt ganz schnell ein!


Herzlichen Glückwunsch, mein lieber Sohn zu deinem 14.ten Geburtstag!


Gruß Uschi

Stoff: Bundeswehrzelt und Schätzchen aus dem Regal
Webbänder und Neon-Schriftzug: farbenmix
Stickdateien: Speedystaars und Sweatlyrics Vol. 2
Shirtschnittmuster: Xater


Mittwoch, 22. Mai 2013

Die Kringel-Ringelkatze....

...die musste es sein! Und nicht nur einmal...

Als die beiden neuen Stickdateien von Susalabim in meinem Postfach vorgestellt wurden musste ich enttäuscht zugeben, dass die Datei Fellows on Shirts leider ca. mindestens 6 Jahre zu spät kommt...sprich Cowboy, Indianer und Co. kann ich unserem Sohn beim besten Willen nicht mehr auf's Shirt sticken...leider:-(!!!
Also würde es diesmal nichts für mich zu Sticken geben, dachte ich, bis dann kaum 24 Stunden später die "Mädchenversion" (die sicherlich auch für Jungs geeignet ist!!!) in meinem Postfach lag.

Die Katze! Diese Katze MUSSTE ich einfach haben...ganz schlicht aber mit so einem seelig zufriedenem Gesichstausdruck...wie Katzen nun mal sein können, wenn sie still vor sich hindösen.

Also ganz schnell Stoffe rausgesucht, einen neuen Schnitt dabei getestet und ruckzuck in den Genuß eines neuen Sommershirts gekommen. Am Sonntag spurtete ich also damit raus in den Garten, um den kurzen Sommer damit zu begrüßen...und das war auch gut so!

Hier also zunächst "meine" Kringel-Ringelkatze...





Das kleine Katzenlabel konnte ich übrigens gegen eine kleine Spende für den Nahow-Verein beim Lagerverkauf aus einer Kiste grabbeln. Als wenn ich es geahnt hätte...

Und weil Julia nach meiner Fotosession mit Stativ und Selbstauslöser meinte: "Mensch Mama, nicht immer so steif dastehen!", gibt es nun auch noch ein paar Bilder zum Schmunzeln für euch;-)


Unser Kater hingegen, den ich mit drei der kleinen Kringel-Ringelkatzen auf seiner SchmuddelSchmusedecke beglückte verschlief hingegen die komplette Fotosession und räkelte sich nur einmal ganz genüsslich...wie Katzen halt so sind;-)




Die Kringel-Ringelkatzen sind EIN Motiv aus der Serie "Pets on Shirts" von Susalabim, ab morgen bei Sonja im Kunterbunt-Design Shop! Schaut am besten mal rein...



Gruß Uschi

Stickdatei: ab morgen bei Kunterbunt-Design
Shirtschnitt: Ebook Elaine
Stoffe. allesamt aus meiner Restekiste



Samstag, 18. Mai 2013

"Sticken auf Jersey...

...oder anderen dehnbaren Stoffen gehört nicht zu meinen Lieblingsaufgaben", kommentierte ich hier auf eine Frage einer Stickeinsteigerin, und ja, auch ich zittere so manches mal immer noch und habe einige Enttäuschungen hinter mir.

Bärbel von der Kuscheltier-Manufaktur las von meinen Sorgen und schrieb mich an: "Uschi, ich hab' hier was, was dir vielleicht helfen könnte. Magst du das mal testen?"

Und da ich ja offen bin für alles, was mir meine Arbeit erleichtern könnte, schickte sie mir also etwas von ihrem selbstklebenden, wasserlöslichem Stickvlies, mit dem sie gute Erfahrungen machen konnte:
Solufix von Freudenberg.

Nun, was verbirgt sich genau dahinter. Es ist ein Vlies, was zunächst auf einem Trägerpapier aufgeklebt ist. Laut Werbung von Vlieseline soll der Kleber die Nadel nicht verkleben und den Stoff sicher fixieren...schauen wir also mal...ob das stimmt!
Viel von euch nutzen ja gerne temporären Sprühkleber und fixieren so den Stoff auf dem Stickvlies...aber seid mal ehrlich, wie sieht euer Stickrahmen aus? Und bei mir ist der temporärer Sprühkleber manchmal auch SEHR lange temporär...also das Gelbe vom Ei ist das nicht, zumal in der Tat die Nadel wirklich klebrig davon wird.

Also ich spannte das neue Vlies in den Stickrahmen ein....


...und wollte das Trägerpapier ablösen. Hm? Öh, wie mache ich DAS denn nun...es werden ja beide Lagen eingespannt, also Vlies und Trägerpapier, da kann ich das so ja jetzt nicht abfriemeln;-). Aber es fand sich schnell eine Lösung:


Vorsichtig wird das Trägerpapier mit einem Cuttermesser eingeritzt, mit der Spitze des Messers angehoben und kann dann ganz leicht abgerissen werden.
Zum Vorschein kommt eine glatte, klebrige Schicht. Darauf klebt man nun das zu bestickende Gewebe...
 

...schön glatt, ohne Falten und ohne es zu verziehen. Da es sich hier um Nickystoff handelt, in dem die Stickfäden gerne verschwinden, lege ich noch eine Lage Avalonfolie drüber...


 ...und stecke die an den vier Seiten fest. Nun geht's los...Stickrahmen einspannen, Motiv auswählen und Ergebnis abwarten...


...von oben sieht es schon mal gut aus...


 ...von unten dann so. Nun wird das Vlies rundherum grob abgeschnitten...


 (leider hat man hierdurch etwas Verschnitt, was sich auch nicht weiterverwenden lässt:-(...daher unbedingt die Motive immer in den kleinstmöglichen Rahmen packen!).


Und dann kommt der spannendste Moment...das Vlies wird nun ausgewaschen. Man kann natürlich erstmal alles fertigsticken und zusammennähen und dann das Nähprojekt komplett waschen...aber ich war doch ZU neugierig! Und tatsächlich, wie von Zauberhand verschwindet das Vlies...noch nicht einmal die Spannfäden muss man durchtrennen...das finde ich ja mal SEHR genial, denn mir ist es doch schon oft genug passiert, dass ich Spannfäden zu kurz abschnitt und sich die Fäden von oben plötzlich lösten:-(, so reicht es nun, nur die längsten Fäden zu durchtrennen, um beim Anziehen nicht drin hängen zu bleiben!


So und nun zum Ergebnis von der rechten Seite. Bisher stand ich schon mal vor der Problematik, dass sich beim Sticken von Jersey kleine Fältchen bildeten, weil ich den Stoff zu wenig gespannt hatte oder dass sich eine eng bestickte Fläche rund wölbte, weil ich den Stoff zu stark spannte...aber nun...seht selbst...das Ergebnis ist echt klasse geworden! Und die Nadel? Kein bisschen verklebt!


Nachdem das Sticken auf dem Probestück SO gut geworden war, wurde ich mit dem Vlies etwas mutiger und begann auch direkt auf die Jacke zu sticken...besonders bei dicht ausgestickten Motiven habe ich bisher die Variante vorgezogen das Motiv auf Filz zu sticken, aber schaut mal...
 
klickt ruhig mal groß!
...die Herzen! Die kommen richtig gut raus...ohne Fältchen, ohne Wellen!


Also mich hat's begeistert! So kamen noch einige Motive hinzu...


Überall ein tolles Ergebnis...mir scheint, mit Solufix hat das Zittern beim Sticken auf Jersey ein Ende!



Also MICH hat Solufix auf jeden Fall überzeugt! Okay, es ist sicherlich um Einiges teurer als einfaches Stickvlies, aber für Projekte bei denen Motive mit hoher Stickdichte direkt aufgestickt werden sollen, lohnt sich die Anschaffung! Ich könnte mir auch gut vorstellen gekaufte Shirts damit zu besticken, denn das mühsame Ausrichten des Stickrahmens unter dem Shirt wird doch deutlich vereinfacht, weil man ja hier den Stoff nicht mit einpannen, sondern nur aufkleben muss. Und selbst wenn er beim ersten Mal nicht genau richtig liegt, so lässt er sich noch mal abnehmen und neu ausrichten!

Nun, und die liebe Bärbel hat sich natürlich auch was dabei gedacht, dass sie mich das Vlies hat testen lassen. Sie startet nämlich eine kleine Rabattaktion, um auch euch die Möglichkeit zu geben, das Vlies mal zu testen. Ihr findet das Vlies bei ihr im Shop mit einer Rollenbreite von 45 cm in weiß zu einem Meterpreis von 9,90 €.

Ab morgen, dem 19.5.2013 bis einschließlich 15.6.2013 bekommt derjenige, der über meinen Link bei ihr im Shop mit dem Codewort Klasse-Kleckse-Aktion einkauft 10 % Rabatt. Und wenn ihr diese Rabattaktion mit Link in eurem Blog postet, dann erhöht sich euer Rabatt sogar noch auf 15 %.

Also im Blog posten, zu Bärbels Shop verlinken, Codewort Klasse-Kleckse-Aktion und Blogname bei der Bestellung im Kommentarfeld eingeben und schon satte 15 % Rabatt kassieren.

Gruß Uschi

Schnittmuster: Ottober 3/2003
Stickdateien via: HuupsRegenbogenbuntes, Kunterbunt-DesignSmila
Stoff: Stoff&Stil und meine Restekiste 

Webband: Farbenmix
Häkelsterne von mir, Borten und sonstiges aus meinem unerschöpflichen Reich