Mittwoch, 28. Januar 2015

Blogg dein Buch

Nach ganz langer Zeit habe ich mich mal wieder für ein Buch bei Blogg dein Buch beworben. Ich gebe es zu, allein das Cover des Buches hat mich neugierig gemacht und ich dachte. "Ach, versuch doch dein Glück und schau mal ob du ausgewählt wirst!"

Und ich wurde ausgewählt. Nun darf ich eine Rezension zu folgendem Buch schreiben:


"Zuhause selbst gemacht - Kreativprojekte aus Küche, Wollkorb & Nähkästchen" ist das erste Buch der Bloggerin Epipa. Erschienen ist ihr Buch im EMF- Verlag und kann hier für 24,99 € bestellt werden.

Das Buch hat einen sehr hochwertigen Einband mit einer tollen Haptik, der Titel ist reliefartig eingedruckt und mit knapp 200 Seiten verspricht es schon ein sehr informatives Werk zu sein. Auch der Blick ins Inhaltsverzeichnis deutet auf eine umfangreiche Ideensammlung hin. Dort geht es von der Rubrik "In der Natur" über Dekorativ und Nützlich und "Köstliches aus der Speisekammer", hin zu "Wenn Kinder und Feen feiern" (mit noch vielen weiteren Kapiteln).


Der erste Blick ins Buch ist eine wahre Augenweide, tolle Fotos in natürlichem Ambiente, wunderschön gestaltet. Da macht allein das Blättern schon Freude. Zwischen den vielen Bilder dann immer wieder kleine Anleitungen im einfachen Aufbau.


Zu Beginn des Buches findet man eine klar strukturierte Übersicht (In der Küche, Für's Häkeln, Im Nähkästchen...), was man an Material benötigt. So sehe ich schnell, ob ich die Grundvorraussetzungen für Epipas Bastelideen bereits griffbereit habe.

Im eigentlichen Anleitungsteil beginnt jedes Kapitel mit liebevollen Worten, kleinen Geschichten und Annekdoten aus Epipas Leben, das macht das Buch auch zu einem schönen "Lese"buch.
Die jeweiligen Anleitungen sind sehr übersichtlich gestaltet. Mit einem schnellen Blick erfasst man die Zutaten und dann folgt auch schon die eigentliche Anleitung mit den Worten: "Und so einfach geht's".
Und in der Tat, viele dieser Anleitungen sind wirklich schnell umzusetzen, viele der Zutaten hat man meist im Haus oder, was mir sehr gut gefällt es wird auf Material zugegriffen, welches recycled wird. Viele, insbesondere die Nähprojekte bestehen aus alter Bettwäsche, Laken oder Küchenhandtüchern. Auch für die Rezepte muss ich nicht erst in ein Feinkostgeschäft, nein, das meiste davon hat man eh zuhause...daher der Titel "Zuhause selbst gemacht" trifft es sehr gut...für viele Projekte muss man nämlich gar nicht erst vor die Türe, um sie umsetzen zu können.
Weiterer Pluspunkt, viele der Ideen lassen sich auch zeitlich sehr schnell umsetzen (okay...nicht gerade die riesen Granny Square Decke).

So habe ich zwei Projekte gleich mal in Angriff genommen. Eines aus der Rubrik "zur Ruhe kommen", da habe ich die Honig Cookies nachgebacken. Man braucht lediglich Mehl, Zucker, Eier, Honig, Butter und ein wenig Milch...alles was man eben im Haus hat!
Die Verarbeitung wirklich simpel und wäre beim Abwiegen des Honigs nicht gerade der Heizungsbauer mit einer Frage zu mir gekommen, dann hätte die Honigmenge sicher auch gestimmt und die Plätzchen wäre nicht ganz so flach geworden;-). So war vermutlich zu viel Honig dran...aber lecker waren sie trotzdem!



Das zweite Projekt war ein Bastelprojekt aus dem Kapitel "Wenn Kinder und Feen Feste feiern" und ich musste insgeheim schmunzeln, denn diese kleinen Lampions erinnert mich doch SEHR an meine Kindergartenzeit. Schön zu sehen, dass manche Ideen doch Bestand haben!
Auch hier...Bastelkarton hatte ich noch reichlich hier liegen (nimmt man ja immer mal mit..auch wenn man zunächst nicht weiß wofür;-)), Musterbeutelklammern habe ich eh im Haus, Schere und Kleber sind schnell parat.



Beiden Anleitungen kann man sehr gut folgen und haben Erfolgsgarantie.
Wie sieht es aber nun mit den Häkel- und Nähprojekten aus. Auch hier ist der Aufbau der Anleitungen sehr einfach und übersichtlich und viele Detailbilder zeigen wie es geht. Aber dennoch Grundlagen des Häkelns und Nähen sollte man schon beherrschen, d.h. hier wird nicht näher erklärt wie man Luftmaschen oder Stäbchen häkelt...diese Fähigkeit sollte man also bereits beherrschen.

Fazit: Fazit: Das Buch enthält viele Ideen und Anregungen, viele dieser Anregungen sind wirklich schnell umzusetzen, viele der Zutaten hat man meist im Haus oder, was mir sehr gut gefällt es wird auf Material zugegriffen, welches recycled wird. Allein das Durchblättern ist eine wahre Freude und spornt zum Mitmachen an. Viele der Projekte lassen sich schnell und einfach umsetzen so dass auch Kinderhände bereits mithelfen können. Sehr lobenswert finde ich den Zugriff auf natürliche Zutaten, meist in zweiter Generation. So ziehen sich auch viele Tipps durch das gesamte Buch, z. B. wie man auf beim Materialeinkauf sparen kann.


Wer bei diesem Buch jedoch revolutionäre neue Ideen erwartet ist ganz sicher falsch. Wer, so wie ich viel im Internet unterwegs ist, dem werden die meisten Anregungen sicher bekannt vorkommen und ein großes Geheimnis sind all diese Anleitungen auch nicht. Aber, und das macht dieses Buch zu einem sehr liebenswerten Buch, es ist eine tolle Sammlung all dieser Internetideen. Wie oft denkt man in manch einem Blog "Ach, das musst du dir mal merken...das kannst du ja auch mal machen". Und dann, wenn dann wirklich mal Zeit war, dann findet man den Blogg nicht mehr, man weiß gar nicht mehr wo man es gelesen hat oder im schlimmsten Fall ist der Link bereits verschwunden. Da hat so ein festes Buch, was griffbereit im Regal steht und genau dann hervorgeholt werden kann, wenn gerade mal Luft ist für ein wenig Bastel-, Näh- oder Kochzeit einen ganz klaren Vorteil.
Weil die Ideen aber nun alle schon mal dagewesen sind vergebe ich nur 4 von 5 Sternen für dieses Buch.

Dem Team von Blogg dein Buch danke ich auch diesmal wieder, dass ich mitmachen durfte.

Gruß Uschi

Dienstag, 20. Januar 2015

Eigentlich...

...wollte ich euch am vergangenen Donnerstag einen tollen Blogpost über Sternzeichen und Horoskope schreiben und in diesem Zusammenhang dann direkt ankündigen, dass es bei Sonja von Kunterbunt-Design eine schöne neue Stickserie mit Sternzeichen zu kaufen geben wird. Sternzeichen, lustig gezeichnet von Johanna Fritz.

Wie gesagt "eigentlich"...

Tatsächlich hingegen MUSS in meinem Horoskop nämlich etwas anders als "sie werden tolle Stickdateien präsentieren" gestanden haben.
Ich fürchte, dort steht nur ganz kurz und knapp:

"In den ersten Monaten des Jahres werden sie viel und oft im Dreck stehen!"

So kam es nämlich am vergangenen Donnerstag, als ich eigentlich schon die Überschrift für den Blogpost gedanklich gefunden hatte und nur noch schnell eben den Rechner einschalten wollte, dass es klingelte und zwei weiß gekleidete Verputzer vor der Türe standen mit den Worten:

"Wir wollen hier morgen verputzen und schauen ob alles so weit vorbereitet ist!?"

Äh, wie jetzt....MORGEN? Im Anbau (im letzten Post deutete ich ja bereits so etwas an) waren die Wände ja auch halbwegs vorbereitet, aaaaber wir wollten ja auch im Treppenhaus die Giebelwand sinnvollerweise gleich mitverputzen lassen, da ein Klopfen gegen die Tapete schon lange diverse Hohlräume vermuten ließ. Diese Wand hingegen war alles jenseits von "vorbereitet".
Mir blieb also nur kurz Zeit zum TIEF durchatmen...die Verputzer verabschiedeten sich mit den Worten: "Hier draußen muss das Zeugs aber auch noch ab und Starkstromanschluss brauchen wir auch und sie schaffen das bis morgen....?!"

Das "Zeugs da draußen" waren übrigens die Reste meines wunderschönen, ehemals an der Hauswand hochrankenden Weins.

Ich sprang also in meine Arbeitsklamotten, bewaffnete mich mit Spachtel und Drahbürste und ging zunächst draußen dem Wein an den Kragen. Den Spachtel legte ich dann gar nicht aus der Hand, vom nicht mehr rankenden Wein rückte ich der Tapete auf den Leib:


Das ging zum Glück ganz gut, vor allem musste ich ja nicht diese kleinen nervigen Fitzelchen die trotz zig mal einsprühen nicht abgehen wollen abfriemeln, denn der Putz darunter musste ja eh ab.


Hier sieht man schon ganz gut, wie oft die Wand beigeputzt wurde und dennoch Stellen sich wieder und wieder lösen. Aber nun fing der Spaß erst richtig an:


Meißel in die Bohrmaschine und hinfort mit dir du loser Putz.....jaaaaa, SEHR lose. Im günstigsten Fall fielen handtellergroße Stücke ab zerbröselten dann jedoch zu meinen Füßen in kleinste Stücke. Wie das endet zeigt euch das nächste Bild:


Staub, Staub und nochmals Staub...überall. Dazu Windstärke 5, eine offene Haustüre und offene Fenster, da man sonst vor lauter Staub nichts mehr sieht, geschweige denn noch gescheit atmen kann. Wer schon mal um- oder angebaut hat, der weiß wovon ich rede und ich sehe euch schon mitleidig nicken. Den anderen sei gesagt: Bedenket was ihr da eventuell zu planen gedenkt!

Aber nun denn, wir haben es geschafft, der Putz war um 20 Uhr ab und der Dreck beseitig (6 Schubkarren voll!), Starkstrom war gelegt und die Verputzer konnten am nächsten Tag loslegen. Und jetzt ist es hübsch...der Dreck beseitigt...naja fast...das Treppenhaus muss nun natürlich noch tapeziert werden, die Haustüre muss noch raus und diverse Dinge im Anbau müssen erledigt werden. Aber die größte Sauerei haben wir hinter uns...hoffe ich! Wer weiß, was da noch so alles in meinem Horoskop steht?

Ich hoffe in euren Sternen steht zumindest ein unerwarteter Geldsegen zum Kauf von Stickdateien, denn die tollen Button von Johanna sind prima um Dinge damit zu personalisieren. So konnte ich noch schnell eben vor Weihnachten zwei Ebookreaderhüllen mit entsprechenden Buttons versehen...





Für Wichtelgeschenke konnte ich noch tolle Taschenbaumler zaubern....




...und wäre diese tolle "Morro" Mütze nicht zu schade dafür gewesen, sie hätte mir sicher gut gedient den Dreck aus meinen Haaren zu halten (denn diese hatten selbst nach dreimal waschen noch leichte Betonstruktur!):



Ihr seht...vielfältiger Einsatzbereich, das gefällt mir an dieser Stickdatei sehr gut. Die Datei "Sternzeichen" gibt es seit Donnerstag bereits bei Kunterbunt-Design.

Staubige Grüße
Uschi

Sonntag, 11. Januar 2015

Winterzeit - Strickzeit

Ich gebe es zu, im Winter zieht es mich inzwischen eher selten ins Nähzimmer, denn da oben ist es frisch. Das Nähzimmer ist ja unser ausgebauter Dachboden und wir haben dort keine Heizung hinverlegt...ein Heizöfchen reicht aus...eigentlich. Aber wenn ich hoch gehe ist es natürlich erst mal kalt. Daher ist die Überwindung groß und allzu oft bleibe ich dann eben doch lieber hier unten, wo es kuschelig warm ist, mit meinem Strickzeug hängen.

Außerdem hatte ich dann irgendwann im späten Herbst in den Niederlanden das Verena Stricken  Heft 3/2014 (ich finde leider keinen direkten Link zum Heft...es gibt es aber auch in deutsch!) in den Fingern...das musste mit! Denn darin befanden sich neben einem tollen Kurzjäckchen traumhaft schöne Overknees!!! Genau das richtige für mich Friesköttel...denn nur Strumpfhose und Rock ist mir definitiv zu kalt in dieser Jahreszeit!

Ich neigte schon dazu genau die Farben zu erwerben die dort angegeben sind, warf aber zur Vorsicht doch mal einen Blick in meinen Vorrat...äh...und es fanden sich doch tatsächlich zwei tolle Farbverlaufsgarne. Die Unifarben pink, petrol und grau kaufte ich dann jedoch passend dazu.

Die Overknees stricken sich recht leicht, die Muster sind gut und logisch...einziges Problem...ich stricke recht locker, so dass ich mit deutlich weniger Maschen anfangen konnte. Auch das Abnehmen im Ajourdmusterabschnitt fand ich in der Anleitung nun nicht so gelungen...daher ließ ich einfach im letzten Mustersatz in jedem Rapport am Anfang den Umschlag weg und minderte nachher noch ein paar Maschen, bis ich auf die erforderlichen 64 Maschen kam. Ach...und außerdem ließ ich auf Empfehlung diverser Instagramfreunde die Füße weg!

Und so sehen meine ersten Overknees nun aus:



Und so sehe ich aus, wenn ich sie angezogen habe:



Sie sind super kuschelig warm! Ein wenig ungewohnt...so viel Buntes am Bein zu tragen und doch...ein wenig unsicher bin ich mir schon bei der Frage: "Kann ich so etwas tragen?" (seid ehrlich!!!). So auf den Fotos gefällt es mir ganz gut...wenn ich an mir heruntersehe fühle ich mich seltsam dick verstrickt.
Und ich muss noch eine Lösung finden...denn sie rutschen ein wenig...ich denke ich werde oben am Bündchen doch ein Gummi hinternähen müssen.

Und falls ihr euch fragt...wo steht die Uschi denn da? Instagramfreunde wissen schon länger darüber Bescheid...hier im Blog vergaß ich vollkommen davon zu berichten:-(.
Wir haben nämlich angebaut...was, wo und in welchem Umfang, das zeige ich euch dann mal demnächst...das Jahr ist ja noch lang;-).

Gruß Uschi